3.26 Museen in Rothenburg ob der Tauber |
| Reichsstadtmuseum Das Reichsstadtmuseum ist seit 1936 im ehemaligen Benediktinerinnenkloster untergebracht. Bis zur Auflösung des Klosters im Jahre 1544 lebten hier vor allem die unverheirateten Töchter der Patrizierfamilien von Rothenburg und des Landadels. Die Klosterkirche wurde 1833 abgerissen und die Gebäudeteile im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Anziehend auf den Besucher wirken die historischen Räume, die klösterlichen Wohn-, Schlaf- und Wirtschaftsräume mit ihren Balkendecken, der Konventsaal mit seinem kunstvollen Tonnengewölbe, der Festsaal mit Stuckdecke, die Kräuterküche und nicht zuletzt die Klosterküche (um 1300), wohl die älteste erhaltene Küche Deutschlands. Neben Möbeln, Hausrat, Handwerkszeug, landwirtschaftlichem Gerät und Waffen aus den verschiedenen Jahrhunderten ist hier der originale Kurfürstenhumpen, um den sich die Legende des Meistertrunks rankt, ausgestellt. Die Gemälde-Galerie zeigt eine umfangreiche Sammlung des englischen Malers Arthur Wasse (1854 bis 1930). In seinen Bildern hat er die unterschiedlichsten Stimmungen der zahlreichen romantischen Winkel Rothenburgs eingefangen. Im Kreuzgang befindet sich die "Rothenburger Passion", ein Zyklus von zwölf Tafelbildern der Leidensgeschichte Jesu. Mittelalterliches Kriminalmuseum Das mittelalterliche Kriminalmuseum ist in der ehemaligen Komturei des Johanniterordens untergebracht. Das einzige Museum dieser Art in Europa gewährt auf vier Etagen und 2000 qm Ausstellungsfläche einen einzigartigen und umfassenden Einblick in über 1000 Jahre Rechtsgeschichte bis ins 19. Jahrhundert. Gegenstände und Schriftstücke dokumentieren, mit Kommentaren versehen, die Art der Gerichtsverfahren und der Folter, des Strafvollzugs und der rechtlichen Volkskunde. Daneben sind bedeutende Gesetze und Rechtsverordnungen, die das Leben zum Teil bis in den privatesten Bereich regelten, Medaillen und Siegel, Urkunden, Grafiken, Karikaturen und vieles mehr ausgestellt. Einen breiten Raum nehmen auch Kupferstiche und Holzschnitte ein, die Aufsehen erregende Kriminalfälle der Geschichte zeigen. Ein wesentliches Kennzeichen des mittelalterlichen Strafvollzugs war die
Öffentlich-Machung des Vergehens und die Bloßstellung der entsprechenden Person. Die
Strafen standen dabei meistens in engem Zusammenhang mit der begangenen Tat und sollten
erzieherische Maßnahmen sein. So gab es z. B. Trinkertonnen für Männer, die sich
übermäßig dem Alkoholgenuss hingaben, Halsgeigen für zänkische Frauen, Schandflöten
für schlechte Musikanten, Schandmasken verschiedenster Art usw. Während solche
Gegenstände den Besucher vielleicht zum Schmunzeln veranlassen, wird ihm beim Betrachten
der Folter- und Hinrichtungswerkzeuge eher ein Schauer über den Rücken laufen. Weihnachtsmuseum Im Herzen von Rothenburg ob der Tauber lädt das Weihnachtsmuseum im Weihnachtsdorf von Käthe Wohlfahrt zu einem Besuch ein. Es ist die erste Dauerausstellung in Deutschland, die sich dem traditionsreichen Fest und seiner Geschichte widmet. Sie ist in die fünf Themenbereiche "Christbaumschmuck", "Gabenbringer", "Erzgebirge", "Nussknacker" und "Sonstiges" untergliedert. Die Ausstellung "Christbaumschmuck" zeigt die Entwicklung von
den Anfängen, als der Weihnachtsbaum mit Äpfeln, Nüssen, Lebkuchen, Zuckerstangen u.
ä. geschmückt wurde, bis in die 1950er Jahre. Die Ausstellung
"Gabenbringer" hat das Christkind und vor allem den Weihnachtsmann in ihrer
Rolle als Gabenbringer zum Thema. Zu sehen sind grimmige und lachende Weihnachtsmänner
und einiges mehr. Die Ausstellung "Erzgebirge" vermittelt Einblicke in die im
Erzgebirge stark vertretene Volkskunst des Schnitzens, Drechselns, Klöppelns usw., aus
der unter anderem auch viele Weihnachtsartikel hervorgegangen sind. Die Ausstellung
"Nussknacker" befasst sich mit der rund 500jährigen Nussknackergeschichte. Zu
sehen sind Exponate aus aller Welt. In der Ausstellung "Sonstiges" findet man
schließlich alles, was sonst noch mit Weihnachten zu tun hat wie Weihnachtspostkarten,
Christbaumbeleuchtung und Lichterketten, Krippen, Papierkrippen und vieles mehr. Puppen- und Spielzeugmuseum Im Puppen- und Spielzeugmuseum sind über 200 Exponate der deutschen und
französischen Puppenindustrie ausgestellt. Puppenhäuser, Puppenstuben, Puppenküchen und
Kaufläden sind mit all den liebenswerten Dingen eingerichtet, die zu einem Puppenhaushalt
gehören. Dazu kommen Puppentheater, Eisenbahnen, Bauernhöfe, Fuhrwerke, Karussells,
handgeschnitztes Holzspielzeug und vieles mehr. Beim Museumsrundgang geht es jedoch nicht
nur um eine nostalgisch angehauchte Reise in eine längst verflossene Kinderwelt. Es
werden auch viele kultur- und sozialgeschichtliche Aspekte aufgezeigt. Rothenburg ob der Tauber | Marktplatz, Rathaus, Ratsherrentrinkstube | Burggarten, Stadtmauer | Kirchen in Rothenburg | Museen in Rothenburg | Historische Veranstaltungen, Festveranstaltungen
. |
Burgenstraße
3 Jagsthausen Rothenburg o. d. Tauber 3.01 Weinsberg 3.03 Jagsthausen 3.05 Öhringen 3.07 Neuenstein 3.09 Waldenburg 3.11 Schwäbisch-Hall 3.17 Langenburg 3.20 Schrozberg 3.22 Rothenburg ob der Tauber
|
| © 2000-2009 www.strasse-online.de
Alle Rechte vorbehalten. Änderungen vorbehalten. Ohne Gewähr. Stand: Friday, 04. December 2009 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/3-jagsthausen-rothenburg-o-d-tauber/3-26-museen-in-rothenburg/index.html |