3.20 Schrozberg

Die Stadt

Schrozberg ist ein kleines aufstrebendes Städtchen im Hohenloher Land. Mit den Stadtteilen Bartenstein, Ettenhausen, Leuzendorf, Riedbach, Schmalfelden und Spielbach zählt es etwas mehr als 6000 Einwohner. Verwaltungsmäßig gehört es zum Landkreis Schwäbisch-Hall

Der Hauptort ist hauptsächlich industriell-gewerblich ausgerichtet, mit zahlreichen Zentralfunktionen für das Umland. Die eingemeindeten Orte hingegen haben bis auf Bartenstein eine landwirtschaftliche Struktur. An kunsthistorischen Gebäuden kann die Stadt vor allem das Schloss Schrozberg, die evangelische Kirche und das Schloss Bartenstein vorweisen. 

Wegen seiner zentralen Lage unweit von Crailsheim und Rothenburg ob der Tauber ist Schrozberg ein vortrefflicher Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten in die nähere Umgebung. 

Zur Geschichte

Der Ort wurde 1249 erstmals als "Scrotsperch" erwähnt. Das heutige Städtchen entwickelte sich zunächst aus drei verschiedenen Siedlungen, dem Ort Oberhausen, der Schrozburg und dem neueren Schrozberg im Tal. Die Burg bewohnten die Herren von Schrozburg, welche wohl als staufische Ministeralien zuvor auf der Burg Leineck bei Gmünd oder in Neuenstein als hohenlohische Lehensleute gesessen hatten. 1441 zerstörten die Rothenburger die Anlage. Daraufhin wurde am Vorbach bei Oberhausen ein Wasserschloss errichtet, das sich zum heutigen Schloss entwickelte.

Aus dem Zubehör der Burg hatte sich eine Herrschaft gebildet, die früh geteilt wurde. Je eine Hälfte von der Burg und dem Ort blieb bis 1521 im Besitz der Herren von Schrozberg. Die andere Hälfte kam an die Herren von Rothenburg. Der Rotheburgische Anteil ging durch Heirat zunächst an Neuenstein und 1409 an die Herren von Berlichingen über. Der Schrozberger Anteil kam 1558 über die Herren von Adelsheim an die Grafen und späteren Fürsten von Hohenlohe. 1609 erhielten diese auch den Anteil der Herren von Berlichingen. Bis 1671 hatte die Weikersheimer Linie des hohenlohischen Geschlechts die Herrschaft inne, danach Hohenlohe-Langenburg und ab 1701 Hohenlohe-Ingelfingen-Öhringen

1806 fiel Schrozberg an Württemberg und gehörte ab 1810 zum Oberamt Gerabronn. Nach dessen Auflösung 1938 kam der Ort zum Landkreis Crailsheim, der seinerseits im 1972 gebildeten Landkreis Schwäbisch-Hall aufging. Die Eingemeindung von 6 umliegenden Ortschaften bewirkte nicht nur eine Vergrößerung der Gemeindefläche und der Einwohnerzahl, sondern auch die Erhebung Schrozbergs zur Stadt im Jahre 1973. 

Sehenswertes

Schloss Schrozberg

Mitten in den Ortskern von Schrozberg eingebettet liegt das Schloss Schrozberg, eine geschichtsträchtige Anlage, die in stetig wechselndem Besitz adliger Herrscherfamilien war. Hier soll auch der berühmte Götz von Berlichingen seine Jugend verbracht und bei seinem Onkel den Gebrauch von Waffen erlernt haben. 

Nach der Zerstörung der 1249 erstmals erwähnten Schrozburg durch die Herren von Rothenburg wurde im Jahre 1441 mit dem Bau des ehemaligen Wasserschlosses begonnen und im 16. Jahrhundert vollendet. 1625 erfolgte der Anbau des Westflügels und des runden Eckturms und im 18. Jahrhundert der des Ostflügels. Heute ist im Schloss die Stadtverwaltung untergebracht. 

Schloss Schrozberg ist eine Dreiflügelanlage mit dem so genannten Alten Bau im Süden und dem Wappenturm im Innenhof, auch Berlichinger Turm genannt. Der nach Norden hin offene Hof geht in den 1701 stilgerecht angelegten Schlossgarten über. Das Erdgeschoss des Alten Baus dient kulturellen Zwecken. Hier finden Ausstellungen, Theatervorführungen, Konzerte usw. statt. Im Innenhof wechseln sich Skulpturenausstellungen ab. 

Schloss Bartenstein im Stadtteil Bartenstein

Evangelische Stadtkirche St. Simon und Juda

Bereits im Jahre 1453 wurde in Schrozberg eine St. Simon und Juda geweihte Kapelle erwähnt. 1465 wurde sie zur Pfarrkirche erhoben. Unter Beibehaltung des alten kreuzrippengewölbten Turmchores ließ Graf Georg Friedrich 1614 an ihrer Stelle eine neue zweigeschossige Hallenkirche in gotisierender Renaissance bauen. Als evangelisches Gotteshaus erhielt sie umlaufende Emporen und eine strenge Renaissanceausmalung. 

Über dem Westportal ist ein Wappenstein des Stifterehepaares angebracht. Im Innern zeigen die Altargemälde das Abendmahl, die Taufe Jesu und die Kreuzigung. Teilweise recht gut erhaltene Reliefgrabdenkmäler der Herren von Berlichingen und des Grafen Christian Ludwig von Hohenlohe erinnern an alte Herrschaftsverhältnisse in Schrozberg. 

Freizeitangebote

In und um Schrozberg gibt es eine Reihe gut ausgebauter und beschilderter Wanderwege und Fahrradwege, auf denen man die reizvolle Landschaft des Hohenloher Landes mit ihren Wiesen und Wäldern, mit ihren romantischen Tälern, Höhen und weit ausladenden Ebenen. Freunde des nassen Elements finden an heißen Sommertagen ihr Vergnügen in einem beheizten Freibad. Angelmöglichkeit besteht an drei Seen, die sich innerhalb des Stadtgebiets befinden. Tennisspieler finden im Hauptort drei Freiplätze und in Schrozberg-Leuzendorf zwei Freiplätze vor. In dem gleichen Stadtteil gibt es auch ein Segelfluggelände. Schließlich hat auch der Reitsport in Schrozberg seine Heimat. Für Ausritte ins Gelände stehen Pferde zur Verfügung. Für mitgebrachte Pferde besteht Unterbringungsmöglichkeit.

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

2 Haßmersheim – Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

3.01 Weinsberg
3.02 Burgruine Weibertreu

3.03 Jagsthausen
3.04 Götzenburg

3.05 Öhringen
3.06 Hohenlohisches Residenzschloss

3.07 Neuenstein
3.08 Schloss Neuenstein

3.09 Waldenburg
3.10 Schloss Waldenburg

3.11 Schwäbisch-Hall
3.12 Groß-Comburg
3.13 Schwäbisch-Hall – Kirchen
3.14 Schwäbisch-Hall – Museen

3.15 Braunsbach

3.16 Crailsheim

3.17 Langenburg
3.18 Schloss Langenburg

3.19 Blaufelden

3.20 Schrozberg
3.21 Stadtteil Bartenstein – Schloss Bartenstein

3.22 Rothenburg ob der Tauber
3.23 Marktplatz, Rathaus, Ratsherrentrinkstube
3.24 Burggarten, Stadtmauer
3.25 Kirchen in Rothenburg
3.26 Museen in Rothenburg
3.27 Historische Veranstaltungen, Festveranstaltungen

4 Colmberg – Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

7 Cheb – Prag

 

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