| Kurfürstliches Schloss
Rundgang
durch die Schauräume im Mannheimer Schloss
Treppenhaus Eine zweiläufige Treppe mit zwei Ruhepodesten
führt in die Empfangshalle mit prächtiger Stuck- und Freskendekoration. Je nach Rang
empfing der Herrscher seine Gäste persönlich an der Kutsche, auf der Treppe oder erst in
seinen Prunkgemächern.
Im Treppenhaus sind drei Deckenfresken von C. D. Asam zu sehen:
- In der Mitte: Urteil des Paris
- Westlich: Schiffbruch des Aeneas
- Östlich: Venus und Vulkan
In Beziehung zu den Malereien stehen ornamental aufgebaute Stuckbilder
von Paul Egell. Die mythologischen Darstellungen sollen in symbolhafter
Weise die persönlichen Anliegen des Bauherrn Carl Philipp beinhalten, insbesondere was
seinen Anspruch als Herrscher und Gründer der Residenz, aber auch seine Liebe für seine
heimliche Gemahlin Violanta von Thurn und Taxis betrifft.
Korridor Im Korridor befinden sich neben Möbelstücken
(Spiegel mit Konsoltisch) allegorische Bilder, die die Verbindung und die Hochzeit Carl
Theodors mit Elisabeth Auguste zum Inhalt haben, sowie eine Skulptur von der badischen
Großherzogin Stephanie Napoleon.
Rittersaal Seinen Namen hat der
Rittersaal von dem pfälzischen Ritterorden Sankt Hubertus. Der repräsentative Fest- und
Konzertsaal ist zweigeschossig, hat fünf Fensterachsen und abgerundete Ecken. Das
Deckenfresko von Asam stellt Personen und Ereignisse aus der griechischen Mythologie dar,
so unter anderem die Hochzeit des Peleus mit Thetis, den Eltern Achills, Eris (Göttin des
Streits), die den Goldenen Apfel unter die Götter wirft, weil sie nicht zur Göttertafel
geladen war, oder Artemis, die Atkaion in einen Hirsch verwandelt, weil er ihr beim Baden
zugeschaut hat. Darüber hinaus zieren Porträts der Vorfahren Carl Philipps, des
Schlossbegründers, den Saal. In den Ecknischen stehen Skulpturen des Kurfürstenpaares
Carl Theodor und Elisabeth Auguste.
Roter Saal Der Rote Saal ist nach seiner ehemaligen roten
Damastbespannung benannt. Ursprünglich Vorzimmer des "Kaiserlichen Quartiers"
diente er im 19. Jahrhundert als Vor- und Speisezimmer des Erbgroßherzogpaares Karl und
Stephanie von Baden.
Das Deckenbild (von G. A. Pellegrini) zeigt Aurora, die
Göttin der Morgenröte, die von vier geflügelten Frauen gezogen wird.
An den Wänden befinden sich kunstvolle Gobelins mit Landschaftsszenerien. Stuckarbeiten
von Paul Egell stellen die vier Jahreszeiten dar. Außerdem sind auf verschiedenen
Gemälden antike Herrscherinnen abgebildet, wie die sagenhafte babylonische Königin
Seramis, Kleopatra und Roxana vor Alexander dem Großen.
Neben den Wandteppichen noch weitere knstvolle Ausstattungsstücke wie das wertvolle
Zylinderbüro David Roentgens, die Prunkuhr des Kurfürsten Johann Wilhelm, ein
Konsoltisch mit dem Monogramm der Kurfürstin Elisabeth Auguste sowie eine Sammlung
Frankenthaler Porzellans aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, darunter eine
"Laterna Magica".
Trabantensaal Während der Trabantensaal als erstes Vorzimmer
der Kurfürsten ursprünglich mit Gobelins ausgestattet war, wurden
die Wände um 1780 holzvertäfelt. Ab 1919 diente das Zimmer als Vortragsraum. In ihm sind
vor allem kunstvolle Möbelstücke aus der Zeit der Kurfürsten und der Großherzöge
aufbewahrt, darunter eine Aufsatzkommode, ein Zylinderschreibtisch, Sessel, Spiegel und
ein Prunkservice. Großherzog Friedrich I. präsentiert sich in einer Marmorstatue.
Schlosskirche Wenn man den Schlosshof
betritt, sieht man zur rechten Seite die Schlosskirche, die nach elfjähriger Bauzeit im
Jahre 1731 eingeweiht wurde. Eine Großplastik von Paul Egell schmückt die Fassade. Die
Darstellung zeigt Gottvater, der unter der Taube des Heiligen Geistes den zu ihm
aufgefahrenen Christus empfängt, umgeben von Engeln, Wolken und Tierkreiszeichen. Das
Portal ist von Pilastern und Säulen eingefasst.
Von Egell stammt auch der Hochaltar im Innern der Kirche. In den Fenstergewänden sind
stuckierte Gehänge mit geistlichen Insignien und Musikinstrumenten zu sehen. In der
Krypta befinden sich die Sarkophage von Kurfürst Carl Philipp und seiner Gemahlin
Violanta von Thurn und Taxis.
Öffnungszeiten, Führungen
Das Schloss kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.
Führungen:
April bis Oktober, Di bis So 10 bis 11.30 Uhr und 15 bis 16.30 Uhr
November bis März, Sa, So 10 bis 11.30 Uhr und 15 bis 16.30 Uhr
|
Burgenstraße
1 Mannheim Neckarzimmern
1.01 Mannheim an Rhein und Neckar
1.02 Kurfürstliches Schloss, Mannheimer
Schloss
1.03 Rundgang durch das Mannheimer Schloss
1.04 Wasserturm, Jesuitenkirche,
Luisenpark, Zeughaus mit Reißmuseum
1.05 Ilvesheim
1.06 Ladenburg
1.07 Edingen-Neckarhausen
1.08 Heidelberg
1.09 Heidelberger Schloss, Rundgang
durch das Schloss
1.10 Neckargemünd
1.11 Bergfeste Dilsberg
1.12 Neckarsteinach
"Vierburgenstadt"
1.13 Hinterburg
1.14 Mittelburg,
Vorderburg, Burg Schadeck
1.15 Hirschhorn Perle im
Neckartal
1.16 Burg Hirschhorn
1.17 Eberbach Erlebnisstadt am
Neckar
1.18 Burg Eberbach
1.19 Zwingenberg
1.20 Jagdschloss Zwingenburg
1.21 Neckargerach
1.22 Minneburg
1.23 Obrigheim
1.24 Schloss Neuburg
1.25 Mosbach
1.26 Neckarelz, Lohrbach
1.27 Neckarzimmern
1.28 Burg Hornberg
2 Haßmersheim
Heilbronn
3 Jagsthausen
Rothenburg o. d. Tauber
4 Colmberg Nürnberg
5 Erlangen
Heiligenstadt
6 Bamberg Bayreuth
7 Cheb Prag |