1.23 Obrigheim am Neckar
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Der Ort

Obrigheim mit etwas mehr als 5000 Einwohnern und seinen Ortsteilen Asbach und Mörtelstein liegt am linken Neckarufer, eingebettet in eine reizvolle Landschaft im Naturpark Neckartal-Odenwald. Verwaltungsmäßig gehört die Gemeinde zum Neckar-Odenwald-Kreis mit Sitz in Mosbach. Von Obrigheim führt eine Brücke über den Neckar nach Diedesheim, einem Stadtteil von Mosbach.

Auf einem steil zum Neckar abfallenden Felsen oberhalb von Obrigheim erhebt sich die Ruine der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Neuburg, das Wahrzeichen des Ortes. In Obrigheim selbst bzw. in den Ortsteilen gibt es ebenfalls sehenswerte Gebäude, darunter einige Fachwerkhäuser und die Kirchen. Einer der schönsten Fachwerkbauten ist das Rathaus in Mörtelstein. Ansonsten erinnert nur noch wenig an die lange Geschichte von Obrigheim. Überwiegend prägen modernere Wohnbauten das Ortsbild. 

Zur Geschichte

Funde aus der Jungsteinzeit belegen, dass die Gegend um Obrigheim schon zu Urzeiten von Menschen bewohnt war. So wurden beispielsweise auf der Gemarkung Asbach Feuersteinabschäge ausgegraben. In Mörtelstein weist ein Steinwerkzeug, das vermutlich als Pflugschar verwendet wurde, auf eine Siedlung aus der Zeit der Bandkeramiker (erste Bauern in Mitteleuropa) hin. Als sicherster Beleg für die Anwesenheit von Menschen in der Stein- und Bronzezeit im Raum Obrigheim gilt jedoch die Existenz von Gräbern. 

Auch die Römer hatten in Obrigheim eine Siedlung. Sie diente zur Sicherung des Neckarübergangs bei Obrigheim, wobei es sich bei dem Neckarübergang offenbar um eine Furt handelte. Die Existenz einer Brücke konnte nicht nachgewiesen werden. Zur Hinterlassenschaft der Römer auf der Gemarkung Obrigheim gehören unter anderem Münzen, Mauerreste beim Friedhof, die Reste einer "Villa rustica" in Richtung Kälbertshausen sowie der Merkurstein im Ort, von dem eine Nachbildung im Rathaus Obrigheim ausgestellt ist. Das Original befindet sich im Reiss-Museum in Mannheim

Als der Limes im Jahre 260 von den Alemannen überrannt wurde, musste die römische Besatzungsmacht sich hinter den Rhein zurückziehen. Die Alemannen hinterließen bei Obrigheim jedoch nur geringe Zeugnisse ihrer Anwesenheit. Ihnen folgten Anfang des 6. Jahrhunderts die Franken. Die bedeutendsten Funde aus dieser Zeit sind Skelettgräber mit Beigaben.

Seine erste urkundliche Erwähnung fand "Ubarachheim" (Obrigheim) im Jahre 773 im ältesten Güterverzeichnis von Deutschland, dem "Codex Laureshamensis". Dort ist die Schenkung von Ländereien eines gewissen Reginhard an das Kloster Lorsch in Südhessen aufgeführt. Eine weitere Nennung von Obrigheim gibt es aus dem Jahre 976 im Zusammenhang mit der Verleihung des Stifts Mosbach an Worms durch  Kaiser Otto II. Ende des 10. Jahrhunderts wurde der Obrigheimer Ortsteil Mörtelstein erstmals erwähnt und um 1100 der Ortsteil Asbach. 

Im Zeitraum vom 10. bis zum 13. Jahrhundert wurden mehrere Burgen bei Obrigheim gegründet, von denen jedoch nur noch Schloss Neuburg erhalten ist. Die Burg Landsehr stellte im 14. Jahrhundert einen wichtigen Brückenkopf der Pfalzgrafen dar, von wo aus sie weitere Erwerbungen jenseits des Neckars vorbereiteten. Über diese Anlage ist allerdings sehr wenig bekannt. Ihre Lage wird auf dem Karlsberg vermutet. Bereits im 15. Jahrhundert war sie schon verfallen, und heute ist nichts mehr von ihr übrig. Nichts mehr vorhanden ist auch von der Mettlenburg oder Alte Burg, die wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert erbaut wurde. Sie war zunächst im Besitz des Ortsadels. 1369 wurde auch sie von der Pfalz erworben. Sie stand an der Stelle der heutigen evangelischen Kirche. Die Anfänge der Burg Hohinrot gehen etwa auf das Jahr 970 zurück. Sie wurde im 14. Jahrhundert von der Neuburg ersetzt. Auch sie gelangte zu Beginn des 15. Jahrhunderts in den Besitz der Pfalzgrafen. Die erste Nachricht über eine Kirche in Obrigheim stammt aus dem Jahre 1371. 

Bereits im Mittelalter hatte die Bevölkerung von Obrigheim schwer unter Kriegen und Fehden zu leiden. Im Dreißigjährigen Krieg kam es noch schlimmer. 1635 versank der Ort in Schutt und Asche. Die Menschen waren Plünderungen, Brandschatzungen, Hunger, Krankheit, Mord und Totschlag ausgesetzt. Zusätzlich wütete die Pest. Die Einwohnerschaft wurde bis auf wenige Familien ausgerottet. Jahre später siedelten die pfälzischen Herrscher wieder Einwanderer an, vor allem aus der Schweiz. Auch die Kriege in den nachfolgenden Jahrhunderten brachten immer wieder großes Elend. 

1806 wurde Obrigheim badisch, nachdem es für drei Jahre zum Fürstentum Leiningen gehört hatte. Für eine gewisse Aufwärtsentwicklung sorgte im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung und der Bau der Eisenbahn. Dennoch verließen viele Einwohner wegen Armut, aber auch wegen politischer Verfolgung, nach Amerika aus. 

Ende des Zweiten Weltkrieges war Obrigheim Ziel mehrerer Luftangriffe der Alliierten. Die Ansiedlung neuer Fabriken in der Nachkriegszeit sorgte für die Entstehung eines neuen Industriegebietes. Zwischen 1965 und 1969 wurde nördlich von Obrigheim ein Kernkraftwerk gebaut. 1971wurde Mörtelstein und 1973 Asbach eingemeindet. 

Sehenswertes

Schloss Neuburg

Evangelische Pfarrkirche

Der Platz, an dem heute die evangelische Pfarrkirche steht, war schon in frühgeschichtlicher Zeit eine Kultstätte. Über Größe und Aussehen eines ersten christlichen Gotteshauses ist nichts bekannt. Erst für das Jahr 1371 ist die Existenz einer Kirche nachgewiesen. Diese gehörte zum Bistum Worms. 1496 wurde das Patronat des hl. Lambertus erwähnt. Mit der Einführung der Reformation in Obrigheim im 16. Jahrhundert wurde die Kirche evangelisch. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war sie so baufällig geworden, dass 1763 ein Neubau in Angriff genommen wurde. Eine eigenständige Pfarrei war Obrigheim aber noch lange nicht. Erst 1886 bekam sie einen eigenen Pfarrer.

Der älteste Bauteil der evangelischen Pfarrkirche ist der Turm, der noch aus spätgotischer Zeit stammt. Ausgenommen sind das oberste Geschoss und das Gewölbe im Untergeschoss aus dem 18. Jahrhundert. Das Untergeschoss des Turmes dient als Chor. Das Langhaus, ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert, ist eher schlicht und schmucklos.

Katholische Pfarrkirche St. Laurentius

Die katholische Gemeinde in Obrigheim hatte seit der Einführung der Reformation lange Zeit kein eigenes Gotteshaus mehr. Im 18. und frühen 19. Jahrhundert wurde den Katholiken im zweiten Stockwerk des Rathauses das größte Zimmer zur Verfügung gestellt, um ihnen die Ausübung ihres Gottesdienstes zu ermöglichen. Erst 1832 wurde mit dem Bau einer katholischen Kirche in Obrigheim begonnen. Turm und Chor entstanden sogar erst 1885. Geweiht wurde das Gotteshaus dem Märtyrer St. Laurentius. Eine eigenständige Pfarrei wurde das katholische Obrigheim 1863. Bis dahin gehörte es zur Pfarrei Neckarelz, einem heutigen Stadtteil von Mosbach. Zwischen 1983 und 1985 erhielt die katholische Kirche einen großräumigen Anbau und damit ein völlig neues Aussehen.

Georgskapelle (Mörtelstein)

Das sehenswerteste Gotteshaus der Gemeinde Obrigheim steht in Mörtelstein. Erwähnt wurde es, wie auch die Kirche in Obrigheim, erstmals im Jahre 1371. Die ursprünglich kleine Kapelle wurde irgendwann durch einen Anbau stark erweitert. Das genaue Datum ist jedoch unbekannt. Sehenswert sind vor allem die Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Die Gemälde sind nach ihrer Freilegung und Konservierung im Jahre 1925 gut zu erkennen. Sie stellen eine sogenannte Armenbibel dar, also bildliche Darstellungen von Bibelszenen. Die Wandmalereien in Mörtelstein zeigen Passion, Tod und Auferstehung Jesu.

Freizeitangebote

Obrigheim bietet interessante und abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten. Dem Urlauber stehen Einrichtungen zur Verfügung wie Grillplätze, Naturlehrpfad, Waldhütte, Trimmpfad, Minigolfplatz, Tennisplätze, Rastanlagen und Erholungsanlagen. Im Ortsteil Mörtelstein gibt es einen Campingplatz direkt am Neckarufer. Auf bezeichneten Wanderwegen kann der Besucher die reizvolle Landschaft des Neckartals wie auch die schattigen Wälder der umliegenden Hügel erkunden. Ein lohnenswertes Ausflugsziel ist das am Berg hoch über dem Neckar liegende Schloss Neuburg, von dem aus man eine herrliche Aussicht auf den Odenwald mit seinen Wäldern und Hügeln genießen kann.

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

1.01 Mannheim an Rhein und Neckar
1.02 Kurfürstliches Schloss, Mannheimer Schloss
1.03 Rundgang durch das Mannheimer Schloss
1.04 Wasserturm, Jesuitenkirche, Luisenpark, Zeughaus mit Reißmuseum

1.05 Ilvesheim

1.06 Ladenburg

1.07 Edingen-Neckarhausen

1.08 Heidelberg
1.09 Heidelberger Schloss, Rundgang durch das Schloss

1.10 Neckargemünd
1.11 Bergfeste Dilsberg

1.12 Neckarsteinach – "Vierburgenstadt"
1.13 Hinterburg
1.14 Mittelburg, Vorderburg, Burg Schadeck

1.15 Hirschhorn – Perle im Neckartal
1.16 Burg Hirschhorn

1.17 Eberbach – Erlebnisstadt am Neckar
1.18 Burg Eberbach

1.19 Zwingenberg
1.20 Jagdschloss Zwingenburg

1.21 Neckargerach
1.22 Minneburg

1.23 Obrigheim
1.24 Schloss Neuburg

1.25 Mosbach
1.26 Neckarelz, Lohrbach

1.27 Neckarzimmern
1.28 Burg Hornberg

2 Haßmersheim – Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

4 Colmberg – Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

7 Cheb – Prag

 

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Stand: Thursday, 31. March 2016 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/1-mannhheim-neckarzimmern/1-23-obrigheim/index.html