6.23 Burg Lauenstein bei Ludwigsstadt

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Burg Lauenstein

Etwa 30 km nördlich von Kronach, etwas abseits der Burgenstraße gelegen, erhebt sich bei dem staatlich anerkannten Erholungsort Lauenstein, einem Stadtteil von Ludwigsstadt, auf der Spitze eines bewaldeten Hügels über dem Loquitztal die traumhafte Anlage der Burg Lauenstein. Die sagenumwobene mittelalterliche Anlage ist ein Juwel im Frankenwald.

Zur Geschichte

Die Anfänge der Burg Lauenstein reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Als Gründer sind die Herren von Könitz anzusehen. Heinrich von Könitz war wohl der erste, der sich nach dem Herrschaftssitz benannte. Er wurde bei der ersten urkundlichen Erwähnung der Burg Lauenstein im Jahre 1222 als "Henricus de Lewinstein" bezeichnet. Um 1250 eigneten sich die Grafen von Orlamünde die Anlage gewaltsam an. Diese wurde 1337 erstmals als Sitz einer eigenständigen orlamündischen Herrschaft aufgeführt. Bis 1430 blieben die Grafen von Orlamünde Eigentümer.

In der Folgezeit erlebte Burg Lauenstein häufige Besitzerwechsel. Bevor sie 1506 für längere Zeit als Unterlehen an die Ritter von Thüna fiel, hatte sie unter anderem den Grafen von Gleichen, den Grafen von Schwarzburg, den Markgrafen von Kulmbach-Bayreuth und den Grafen von Mansfeld gehört. Zwischen 1551 und 1554 ließ Christoph von Thüna den heute als Thünabau bekannten Hauptteil der Burganlage errichten.

1622 kam Burg Lauenstein erneut in den Besitz der Markgrafschaft Kulmbach-Bayreuth und wurde Verwaltungssitz des Amtes Lauenstein. Ab 1792 stand sie unter königlich-preußischer und ab 1803 unter bayerischer Herrschaft. 1806 erwählte das Königreich Bayern Burg Lauenstein als Sitz eines Landgerichts und Rentamtes. Doch bereits neun Jahre später wurde sie an einen Privatmann versteigert. Allmählich setzte ein Prozess des Verfalls ein, und die Anlage übte schließlich die Funktion eines Armenhauses aus.

Der Niedergang der Burg Lauenstein konnte gestoppt werden, als 1896 der aus Halle stammende Architekt Dr. Erhard Messmer sie käuflich erwarb und restaurieren ließ. Für die Innengestaltung trug er zahlreiche Ausstattungsstücke zusammen, die noch heute den Grundstock des Burgmuseums bilden. Die finanziellen Voraussetzungen für diese Maßnahmen schuf er, indem er auf Burg Lauenstein einen Betrieb für Pensions- und Tagesgäste einrichtete. Sein bekanntester Gast war wohl der Dichter Joachim Ringelnatz. 1962 kaufte der Freistaat Bayern Burg Lauenstein und ließ sie in den folgenden Jahren unter hohem finanziellen Aufwand restaurieren. Die Hauptburg ist heute als Burgmuseum eingerichtet. Die Vorburg beherbergt ein Burghotel.

Sagen zur Burg Lauenstein

Um Burg Lauenstein ranken sich zwei Sagen. Die Sage von der Mantelburg – so wurde Burg Lauenstein früher auch genannt – erzählt, dass Burg Lauenstein bereits durch den fränkischen König Konrad I. errichtet wurde. Als Konrad im Jahre 915 das feindliche Volk der slawischen Sorben besiegt hatte, wollte er die Nordgrenze seines Reiches durch den Bau einer Burg sichern. Als Standort wählte er den Schwarzberg am rechten Ufer der Loquitz. Doch alles, was die besiegten Sorben am Tag aufbauten, stürzte in der Nacht wieder ein. Bald glaubte man, dass dies ein Werk des Teufels sei. In seiner Verzweiflung suchte der König einen nicht weit in einer Höhle wohnenden Einsiedler auf, dem man nachsagte, dass er in die Zukunft blicken könne. Dieser gab dem König den Rat, er solle an dem Ort, wo der Teufel sein Zerstörungswerk betrieben habe, seinen Königsmantel zerreißen und aus den Fetzen ein Seil winden, mit dem er sich gegen Westen wenden und es am anderen Ufer der Loquitz um den Gipfel eines einsamen Berges wickeln und dort seine Burg aufrichten solle. Wie vorhergesagt, wuchs die Burg schnell und mächtig empor. Weit und breit aber nannte man die Burg von nun an Mantelburg.

Eine andere Sage, die von der Weißen Frau, erzählt, dass einst das Mädchen Katharina von Orlamünde seine Jugend in der Einsamkeit von Burg Lauenstein verlebte. Ihr Vetter nahm sie im Alter von achtzehn Jahren zur Frau und führte sie auf die Plassenburg bei Kulmbach heim. Dort schenkte sie ihm zwei Kinder, einen Knaben und ein Mädchen. Nach dem frühen Tod ihres Gatten verliebte sie sich schon bald in den Burggrafen von Nürnberg, Albrecht von Hohenzollern, und nahm ihn zum Mann. Dieser eröffnete ihr, dass ihrem Glück vier Augen im Wege stünden. Gemeint waren damit die Augen seiner Eltern, die gegen die Heirat waren. Katharina bezog die Äußerung jedoch auf die beiden Kinder. In ihrem Liebeswahn tötete sie die Kleinen und bestattete sie heimlich. Die daraufhin mit der Todesstrafe Bedrohte erhielt jedoch bei einer Pilgerreise nach Rom die Absolution unter der Bedingung, dass sie ein Kloster gründen und den Rest ihres Lebens selbst hinter Klostermauern verbringen sollte. Sie aber verfluchte das Haus Hohenzollern und kündigte an, dass sie ihm durch ihr Erscheinen nach ihrem Tod Unglück bringen werde. 1486 soll sie im weißen Gewand auf der Plassenburg erschienen sein und 1806 dem Prinzen Louis Ferdinand vor der Schlacht bei Saalfeld, bei der er sein Leben lassen musste. Man munkelt auch, dass Burg Lauenstein der bevorzugte Aufenthaltsort der Weißen Frau sei. Noch heute soll sie zu bestimmten Anlässen dort zu sehen sein.

Die Anlage

Der innere Bereich von Burg Lauenstein wird von zwei rechtwinklig zusammenstoßenden Trakten bestimmt, der ältere Orlamündeflügel und der jüngere Thünaflügel. An ihrer Gelenkstelle erhebt sich ein achteckiger Treppenturm. Im Orlamündeflügel ist vor allem der zweischiffige Orlamündesaal im Erdgeschoss sehenswert. Dort sind unter anderem Wandteppiche mit Darstellungen von mittelalterlichen Gegebenheiten auf Burg Lauenstein zu bewundern. Der Thünaflügel mit seinen turmartigen Eckbauten, ein hervorragendes Beispiel der Renaissance in Mitteldeutschland mit vielen spätgotischen Stilelementen, zeichnet sich durch seinen symmetrischen Grundriss aus. Unter den Räumlichkeiten sind besonders der sterngewölbte Rittersaal, der Betsaal mit einem religiösen Bilderfries und das Jagdzimmer mit reicher Kassettendecke hervorzuheben. In den insgesamt rund 20 Räumen des Burgmuseums können neben Mobiliar, Rüstungen und Waffen auch Spezialsammlungen historischer Schlüssel, Schlösser und Lampen besichtigt werden.

Burghotel

In den Gebäuden der Vorburg, wie dem ehemaligen Amtshaus von 1749 und dem ehemaligen Pfarrhaus von 1831, bietet ein Burghotel über 30 Übernachtungsmöglichkeiten, modern eingerichtete, rustikale Gast- und Gesellschaftsräume, die sich für Feierlichkeiten, Familienfeste, Tagungen und Seminare eignen, sowie einen romantischen Biergarten. Vorzüglich speisen kann man im Restaurant "Burghalle" oder im Restaurant "Hochzeitszimmer", in denen jeweils rund 30 Gäste Platz finden sowie auf der überbauten Aussichtsterrasse (Obere und Untere Veranda) mit insgesamt 60 Sitzplätzen. Eine herrliche Aussicht auf den Ort Lauenstein kann man auch vom Biergarten aus genießen, in dem sich rund 100 Gäste gleichzeitig einfinden können.

Burgfest

Ein besonderer Höhepunkt auf Burg Lauenstein ist das Lauensteiner Burgfest, das alle zwei Jahre am 4. Wochenende im Juni stattfindet. Dann verwandeln sich Burg und Ort in eine mittelalterliche Kulisse, vor der sich Rittersleut, Gaukler und Landsknechte mit ihrer mittelalterlichen Tracht in Aktion zeigen.

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

2 Haßmersheim – Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

4 Colmberg – Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

6.01 Bamberg
6.02 Bamberger Dom
6.03 Alte Hofhaltung
6.04 Neue Residenz
6.05 Klosterkirche und Benediktinerabtei St. Michael
6.06 Karmeliterkloster und Kirche St. Theodor
6.07 Stadtkirche St. Martin
6.08 Liebfrauenkirche
6.09 Kirchen St. Jakob,
St. Gangolf und St. Stephan

6.10 Profanbauten und Museen in Bamberg

6.11 Scheßlitz
6.12 Giechburg

6.13 Lichtenfels
6.14 Kloster Banz
6.15 Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen

6.16 Schloss Hohenstein

6.17 Coburg
6.18 Veste Coburg
6.19 Schloss Ehrenburg
6.20 Schloss Callenberg
Schloss Rosenau

6.21 Kronach
6.22 Festung Rosenberg

6.23 Burg Lauenstein

6.24 Küps
6.25 Schlösser in Küps

6.26 Kulmbach
6.27 Plassenburg

6.28 Bayreuth
6.29 Altes und Neues Schloss
6.30 Markgräfliches Opernhaus,
Festspielhaus
6.31 Kirchen in Bayreuth
6.32 Museen in Bayreuth
6.33 Eremitage

7 Cheb – Prag

 

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Stand: Thursday, 31. March 2016 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/6-bamberg-bayreuth/6-23-burg-lauenstein/index.html