4.18 Burg Abenberg

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Burg Abenberg

Malerisch erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe bei Abenberg die Burg Abenberg. Sie ist weithin sichtbar und gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Die turmreiche Wehranlage kann auf eine wechselvolle Geschichte von rund 1000 Jahren zurückblicken. Sie sah viele herausragende Persönlichkeiten als Burgherren und Burgherrinnen wie Graf Konrad, Erzbischof von Salzburg, Graf Reginhardt, Bischof in Würzburg, oder Gräfin Bertha, Äbtissin in Kitzingen, allen voran aber die selige Stilla von Abenberg. Auch Wolfram von Eschenbach, einer der berühmtesten Minnesänger seiner Zeit, weilte auf Burg Abenberg und ließ hier seine Stimme zum Klang der Laute ertönen. 

Zur Geschichte

Die Burg Abenberg wurde im frühen 11. Jahrhundert als Höhenburg aus Holz und Erde erbaut. Ihre ersten Besitzer waren die um 1020 erstmals erwähnten Grafen von Abenberg, die in Franken als Schirmvögte des Kaisers und als Hochstiftsvögte der Bischöfe von Bamberg bedeutenden Einfluss besaßen. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde wahrscheinlich unter Graf Rapoto I. die Holzburg durch eine massive Steinburg ersetzt. Nach dem Aussterben des Geschlechts derer von Abenberg erbten um 1200 die Burggrafen von Nürnberg die Anlage, die sie zwischen 1230 und 1250 ausbauen ließen. Allerdings residierten sie hier nur selten. 1296 ging die Burg durch Verkauf an den Bischof von Eichstätt über. Sie diente fortan als Pflegeamt. Während der Herrschaft der Eichstätter Bischöfe erfolgten weitere Ausbau- und Umbaumaßnahmen an der Burg. 

Im Zuge der Säkularisation wurde das Hochstift Eichstätt enteignet und Burg Abenberg fiel an das Königreich Bayern. Von 1809 bis 1982 wechselten mehrfach die Besitzer, die jedoch in der Regel kaum in die Anlage investierten. Rühmliche Ausnahmen stellen die Zwerschina- und die Schott-Epoche dar. Der Münchner Kunsthändler Zwerschina, der 1875 die Burg erwarb, richtete sie innen historisierend ein, errichtete den Turm "Luginsland" und fügte den "Otmarsturm" und das "Stillatürmchen" hinzu. Der Kammersänger Anton Schott, der zwischen 1881 und 1913 Eigentümer war, ließ den nach ihm benannten Schottenturm errichten. Der anschließend einsetzende Verfall der Burg konnte durch den Verkauf an die Stadt Abenberg im Jahre 1982 gestoppt werden. 

Während der Umbauzeit von 1988 bis 1992 wurden im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege archäologische Untersuchungen durchgeführt, die interessante Erkenntnisse über die Baugeschichte der Burg Abenberg und für die Burgenforschung allgemein zu Tage förderten. Heute beherbergt Burg Abenberg das "Haus der fränkischen Geschichte" und das Deutsche Klöppelmuseum. 

Die Anlage

Der Zugang zur Burg Abenberg erfolgt über eine nachmittelalterliche Brücke. Auf den ersten Blick scheint alles beim Alten geblieben zu sein, doch da die Anlage heute wieder aktiv genutzt wird, hat im Burghof auch moderne Architektur Einzug gehalten. 

Die erste massiv errichtete Burg aus dem 12. Jahrhundert war eine quadratische Anlage mit einem Umfang von etwa 40 x 40 m. In der Mitte des Burghofs erhob sich freistehend ein fast quadratischer Wohnturm, der jedoch wie der später errichtete staufische Palas 1662 Umbaumaßnahmen zum Opfer fiel und abgerissen wurde. Stattdessen wurden im Burghof eine Pferdestallung und eine Scheune errichtet, die noch erhalten sind. In der Burgscheune ist heute das Deutsche Klöppelmuseum untergebracht. Von der ersten Anlage zeugt nur noch der südlich vorgelagerte, terrassenförmige Schlossgarten, der im 12. Jahrhundert als Turnieranger angelegt wurde. Diesen hat Wolfram von Eschenbach in seinem Heldenepos "Parzival" verewigt. Der Turnieranger von Burg Abenberg gilt als der älteste erhaltene seiner Art. Alle anderen noch vorhandenen Turnierwiesen anderer Burgen stammen aus dem ausgehenden Mittelalter bzw. der beginnenden Neuzeit. 

Die staufischen Bauteile aus dem 13. Jahrhundert erkennt man an dem anspruchsvollen Mauerwerk aus Buckelquadern und an den zahlreichen Fensteröffnungen. Besonders erwähnenswert sind die monumentalen Fenstergruppen auf der Südseite. Zum Originalbestand der Stauferburg gehört auch das schmuckvoll gestaltete spitzbogige Burgportal. Das 1467 von den Bischöfen von Eichstätt erbaute und im 17. Jahrhundert aufgestockte sowie durch einen Anbau ergänzte Pflegeamtshaus besteht heute als "Haus der fränkischen Geschichte" weiter. Besonders markant heben sich der "Luginsland" und der "Schottenturm" ab. Beide Türme wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in historisierendem Baustil errichtet. Der schlanke "Luginsland ersetzt seit 1875 den wesentlich kleineren staufischen Bergfried, der 1830 abgerissen wurde. Der optisch dominierende "Schottenturm" wird heute als Burghotel genutzt. 

"Haus der fränkischen Geschichte" im ehemaligen Pflegeamtshaus

Das "Haus der fränkischen Geschichte" im ehemaligen Pflegeamtshaus lädt zu einer Zeitreise durch Franken ein. Der Einsatz anschaulicher Bühnenbilder und moderner Medien lassen den Museumsbesuch zu einem besonderen Erlebnis werden. Auf neuartige Weise erfährt man vieles über die Auswirkungen geschichtlicher Ereignisse wie Bauernkrieg, Reformation, Dreißigjähriger Krieg usw. auf Franken und seine Bevölkerung, über das Leben auf einer mittelalterlichen Burg und über die Baugeschichte der Burg Abenberg. Darüber hinaus gehört auch eine umfangreiche Fossiliensammlung aus Privatbesitz zur Dauerausstellung. Daneben gibt es auch häufig Sonderausstellungen zu den Bereichen Kunst, Volkskunde und Geschichte. 
Öffnungszeiten: April bis Oktober dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr, November bis März mittwochs bis sonntags 10 bis 18 Uhr. Führungen und museumspädagogischer Unterricht sind nach Voranmeldung möglich.

Klöppelmuseum in der Burgscheune

Das Klöppeln, eine besondere Art der Textilspitzenverzierung, die in der Renaissancezeit wohl in Italien erfunden worden ist, ist seit Jahrhunderten in Abenberg beheimatet. Eingeführt haben es die Augustinerinnen des Klosters Marienburg. Zeitweise war das Klöppeln sogar der Haupterwerbszweig der Stadt. So zählte 1833 die Statistik 240 Meister dieses Metiers. Auch wenn man heute mit diesem Gewerbe nur noch schwer seinen Lebensunterhalt verdienen kann, besuchen immerhin noch rund fünfzig Schülerinnen die von den Klosterschwestern geleitete Klöppelschule.

Das Deutsche Klöppelmuseum in der Burgscheune, das einzige seiner Art in Deutschland, bietet eine Volkskunst-Dokumentation ersten Ranges. Präsentiert wird eine Vielzahl von Exponaten: Leinenspitzen, Metallspitzen in Gold und Silber, moderne Arbeiten aus der Klöppelschule Abenberg, Trachtenhauben, Musterbücher, alte Klöppelgeräte, eine internationale Klöppelsammlung, zeitgeschichtliche Fotos des Abenberger Klöppelns und vieles mehr. 
Öffnungszeiten: sonntags 14 bis 17 Uhr mit Klöppel-Vorführungen, für Gruppen nach vorheriger Vereinbarung auch während der Woche, Januar und Februar geschlossen. 

Burghotel

Teile der Burg Abenberg werden heute als Hotel genutzt. Im Schottenturm sind mehrere Hotelzimmer und eine Hochzeits-Suite mit historischen Möbeln und schöner Aussicht auf die gesamte Burg und die umliegenden Dörfer eingerichtet. Darüber hinaus gibt es nur wenige Meter von der Burg entfernt ein Gästehaus. Es ist über ein Tor der Burgmauer erreichbar.

Burg Abenberg eignet sich auch hervorragend für Hochzeitsfeiern. Räumlichkeiten sind für Gesellschaften zwischen 30 und 100 Personen vorhanden. Standesamtliche und kirchliche Trauungen sind vor Ort möglich. Im dritten Obergeschoss der Burg gibt es ein historisches Trauzimmer. Die kirchliche Trauung kann auf Wunsch in der Stillakirche unweit der Burg stattfinden. Burg Abenberg ist auch ein Tagungshotel. Es stehen Tagungsräume für 10 bis 25 Personen sowie ein großer Saal für bis zu 90 Personen zur Verfügung.

Für das leibliche Wohl ist auf Burg Abenberg ebenfalls bestens gesorgt. Die Speisekarte wartet mit regionalen und internationalen Gerichten auf. Sie ändert sich wöchentlich und orientiert sich an jahreszeitlich aktuellen Produkten. Das Burgrestaurant bietet rund 60 Personen Platz. Es kann auch für Familienfeiern, Betriebsfeiern und andere Feierlichkeiten genutzt werden. Für den nachmittäglichen Kaffee kann man aus einer Vielzahl an Kuchen und Torten wählen. Geöffnet hat das Restaurant täglich von 10 bis 23 Uhr. In den Sommermonaten lädt auch die sonnige Terrasse im Burginnenhof zum Speisen oder zum Kaffee ein. Hier finden bis zu 90 Personen Platz.

Zweimal im Jahr präsentiert sich Burg Abenberg im Gewand früherer Zeiten. Beim mittelalterlichen Marktreiben kann man Handwerker und Gaukler in voller Aktion erleben. Ritter und Burgfräuleins führen Fechtszenen und mittelalterliche Tänze auf. Aber auch sonst kann man das Jahr über auf Burg Abenberg mittelalterliche Zeiten nacherleben. Für Gruppen bietet das Burghotel auf Anfrage Rittermahle an. Dabei kann man zwischen verschiedenen Menüs wählen. Für den stimmungsvollen Rahmen sorgen Ritter, Knappen, Gaukler und Feuerspucker in ihren historischen Gewändern.

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

2 Haßmersheim – Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

4 Colmberg – Nürnberg

4.01 Colmberg
4.02 Colmberg – Geschichte
4.03 Burg Colmberg
4.04 Ortsteil Auerbach
4.05 Ortsteil Bieg
4.06 Ortsteil Binzwangen
4.07 Ortsteil Häslabronn
4.08 Colmberg – Bienenstand
4.09 Colmberg – Wandern –
Eichenwaldweg

4.10 Ansbach – Rokokostadt
4.11 Markgräfliches Schloss
4.12 Kirchen in Ansbach

4.13 Lichtenau
4.14 Feste Lichtenau

4.15 Wolframs-Eschenbach
4.16 Marktplatz – Wolfram-von-Eschenbach-Platz

4.17 Abenberg
4.18 Burg Abenberg

4.19 Roth
4.20 Markgrafenschloss Ratibor

4.21 Nürnberg
4.22 Nürnberger Burg
4.23 Kirchen in Nürnberg
4.24 Museen in Nürnberg
4.25 Profanbauten in Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

7 Cheb – Prag

 

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Stand: Thursday, 31. March 2016 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/4-colmberg-nuernberg/4-18-burg-abenberg/index.html