2.21 Oedheim am Kocher
Sehenswertes Friedrichshall

Der Ort

Zusammen mit dem Ortsteil Degmarn zählt Oedheim mehr als 5700 Einwohner, wobei knapp 5000 auf den Hauptort und rund 750 auf Degmarn entfallen. Verwaltungsmäßig gehört der Ort zum Kreis Heilbronn. Er verfügt über eine gute Anbindung an das Autobahnnetz. Die Entfernung zur A 6 Mannheim-Nürnberg (Anschlussstelle Neckarsulm) beträgt etwa 12 km, zur A 81 Würzburg-Stuttgart (Anschlussstelle Neuenstadt am Kocher) etwa 8 km. 

Oedheim liegt etwa 8 Kilometer nordöstlich von Bad Friedrichshall, eingebettet in das schöne Kochertal. Aufgrund seiner zahlreichen Freizeiteinrichtungen und durch die Nähe zur Großstadt Heilbronn hat sich der Ort von einem rein landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer attraktiven Wohngemeinde und Feriengemeinde entwickelt. 

Den Mittelpunkt des örtlichen Lebens bilden der im Zuge der Dorfsanierung neu gestaltete Marktplatz sowie die1997 fertig gestellte Kultur- und Festhalle Kochana. Bei einem gemütlichen Bummel durch den Ort gibt es einige schöne alte Gebäude und Wohnhäuser zu entdecken. Neben der katholischen Pfarrkirche zeugen in Oedheim zahlreiche Wegekreuze und Bildstöcke von der Volksfrömmigkeit. Ein solches Zeugnis ist auch die Dreifaltigkeitskapelle südlich des Ortes, die der Überlieferung nach mit Steinen eines römischen Gebäudes errichtet worden sein soll. 

Zur Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Oedheim fällt in das Jahr 1235. Bis 1335 gehörte der Ort zur Herrschaft Weinsberg, bevor er an das Erzstift Mainz kam. Ab dem Jahre 1484 hatte der Deutsche Ritterorden die Obrigkeit über den Ort. Nach der Auflösung des Ordens Anfang des 19. Jahrhunderts wurde er von Württemberg in Besitz genommen. 

Im Zweiten Weltkrieg wurde Oedheim stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass es in der Nachkriegszeit eines besonderen Willens zum Wiederaufbau bedurfte, um den Ort wieder im Glanz früherer Tage erstrahlen zu lassen. 1979 konnte die neue Brücke über den Kocher eingeweiht werden, die Oedheim mit den Orten Willenbach und Hagenbach, einem Stadtteil von Bad Friedrichshall, verbindet. In der Folgezeit wurden zahlreiche kommunale, schulische, kulturelle und sportliche Einrichtungen erbaut, die für eine höhere Wohnattraktivität sorgten  und daher auch zu einem beachtlichen Bevölkerungsanstieg beitrugen. 

Sehenswertes

Pfarrkirche St. Mauritius und Nikolaus

Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius und Nikolaus besteht aus einem barocken Langhaus aus dem Jahre 1716 und einem gotischen Chorturm aus dem 14. Jahrhundert. Die im Chor erhaltenen Gemälde stammen ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert. Im Gewölbe erkennt man die Symbole der vier Evangelisten. Die Wandgemälde zeigen Szenen aus dem Leben Jesu Christi von der Verkündigung über die Passion bis zum Weltgericht. 

Sehenswerte Ausstattungsstücke der Pfarrkirche sind der um 1500 entstandene Marienaltar in einem Schrein des 19. Jahrhunderts im nördlichen Seitenschiff sowie vier Einzelfiguren der Heiligen Kilian, Dorothea und Ulrich und einer Anna Selbdritt. Die Barockzeit ist vertreten durch den Hochaltar von 1775 mit bildhauerischen Arbeiten des Würzburger Hofbaumeisters Wagner und dem Altaraufbau von Johann Ignaz Metzger aus Neckarsulm sowie durch mehrere barocke Figuren, die im Kirchenraum verteilt sind.

Schlossbauten / Fachwerkbauten 

Neben der Pfarrkirche ist es vor allem das Oedheimer Schloss, das im Ortsbild dominiert. Die unmittelbar am Flussufer liegende Anlage vermittelt zum Kocher hin den Eindruck einer Burg. Einst beherrschte sie den Kocherübergang an der Fähre. Die noch erhaltenen Bauten der Freiherren von Capler stammen überwiegend aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das vielleicht schönste zum Schloss gehörige Gebäude ist das so genannte Frauenhaus, ein ehemaliger Witwensitz aus dem Jahre 1528. 1699 wurde es an Bürgerliche verkauft. Besondere Beachtung verdienen der reich geschnitzte Fachwerkerker und das Kreuzigungsrelief von 1620 an der Südwand.

Im Ortskern von Oedheim sind weitere schöne Fachwerkhäuser zu sehen, darunter auch das historische Rathaus, das Ende des 16. Jahrhunderts vom Deutschen Orden als Amtshaus erbaut und 1954 nach Kriegszerstörung grundlegend erneuert wurde. 

Zu den sehenswerten Gebäuden in Oedheim zählen auch zwei herrschaftliche Gutshöfe. Der Lautenbacher Hof ist bereits für das frühe 14. Jahrhundert bezeugt. 1483 kam es an den Deutschen Orden, 1772 an die Reichsstadt Heilbronn und 1823 schließlich an die Freiherren von Wächter. Das schlossartige Hauptgebäude entstand im 19. Jahrhundert im Neurenaissancestil. 

Nordwestlich von Oedheim steht der Willensbacher Hof. Er wurde 1603 von Hans Wolf Capler von Oedheim erbaut. Das schlossartige Hauptgebäude zeigt Renaissancegiebel mit figürlichem Wappenstein und einen runden Treppenturm. 

Freizeitangebote

Die noch ländliche Ruhe und Beschaulichkeit in und um Oedheim laden den Besucher zu einem entspannenden Spaziergang im Ortskern oder entlang des Kochers ein. Sportlich Ambitionierte finden Sportplätze in Oedheim und Degmarn, Tennisplätze, ein Hallenbad mit 25-Meter-Becken und Warmbadetag am Donnerstag, ein Fitness-Center, ein Schützenheim und ein Segelfluggelände vor. 

Ein umfassendes Freizeitangebot bietet der Freizeitpark Hirschfeld mit seiner Seenlandschaft, seinem 300 000 qm großen Campingplatz und seinen verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Die Badeseen mit einer Fläche von über 130 000 qm laden zum Schwimmen, Plantschen, Angeln und Bootfahren ein. Mit der Lake Ranch bietet der Freizeitpark auch allen, die einen Reiturlaub bzw. Reitferien machen möchten, ausgiebig Gelegenheit. Die Betreuung von Pferd und Reiter erfolgt durch ausgebildete Reitlehrer und qualifiziertes Fachpersonal. Weitere sportliche Aktivitäten ermöglichen eine Tischtennis-Anlage und die Euro-Kegelbahnen. Bei ein paar Schluck Wasser aus der Mineral-Heilquelle, die sich ebenfalls in dem Freizeitzentrum befindet, kann der Gast sich schließlich regenerieren. 

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

2 Haßmersheim – Heilbronn

2.01 Haßmersheim
2.02 Burg Guttenberg

2.03 Gundelsheim – Deutschordensstadt
2.04 Schloss Horneck

2.05 Bad Rappenau
2.06 Bad Rappenau – Kuranlagen
2.07 Heinsheim – Burgruine Ehrenberg – Schloss Heinsheim

2.08 Offenau

2.09 Bad Wimpfen
2.10 Wimpfen im Tal
2.11 Wimpfen am Berg
2.12 Ehemalige Kaiserpfalz

2.13 Bad Friedrichshall
2.14 Kochendorf – Greckenschloss
2.15 Wasserschloss Lehen
2.16 Hagenbach
2.17 Schloss Heuchlingen
2.18 Jagstfeld
2.19 Duttenberg – Burg Duttenberg
2.20 Untergriesheim

2.21 Oedheim

2.22 Möckmühl

2.23 Neckarsulm

2.24 Heilbronn
2.25 Kiliansplatz, Kilianskirche, Rathaus, Käthchenhaus
2.26 Weitere Sehenswürdigkeiten in Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

4 Colmberg – Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

7 Cheb – Prag

 

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Stand: Thursday, 31. March 2016 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/2-hassmersheim-heilbronn/2-21-oedheim/index.html