2.08 Offenau am Neckar
Zuckerfabrik Südzucker
 Heilbronn Baden-Württemberg Zuckerfabrik Südzucker Jagsttal Kaiserpfalz Stuttgart Heidelberg Mannheim Burg Schloss Hofanlagen  Neckarpark

Der Ort

Offenau am Neckar ist eine kleine Gemeinde mit etwas über 2500 Einwohnern. Verwaltungsmäßig gehört der Ort zum Landkreis Heilbronn. Er liegt gegenüber von Bad Wimpfen. Von hier aus hat man den vorteilhaftesten Blick auf die Silhouette der ehemaligen Kaiserpfalz. Die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 27 ist sehr ansprechend gestaltet. In Offenau gibt es auch eine Bahnstation, die den Ort neckaraufwärts mit den Städten Heilbronn und Stuttgart, neckarabwärts mit Heidelberg und Mannheim verbindet.

Eine Burg oder ein Schloss kann man in Offenau zwar nicht besichtigen, dennoch lohnt es sich, in dem Ort einen Halt zu machen. Offenau hat einen historischen Kern mit typisch fränkischen Hofanlagen, die sich um die barocke katholische Kirche St. Alban anordnen. Es ist eine gepflegte Wohngemeinde mit moderner Infrastruktur und hohem Dienstleistungsanteil. Der "Neckarpark" in der Ortsmitte ist ein Einkaufszentrum mit zahlreichen Fachgeschäften. 

Das Gemeindewappen von Offenau zieren auf blauem Grund ein goldener Reichsapfel und darüber drei als Türmchen aufgebaute Salzwürfel, die auf das Salzvorkommen der Gemeinde hinweisen. Für Kenner hat Offenau besonders in der Spargelzeit einen klingenden Namen. Darüber hinaus wird in Offenau auch Neckarwein angebaut. Die Offenauer Weinreben reifen auf einer Anbaufläche von etwa 3,2 ha.

Zur Geschichte

Auch wenn das genaue Alter von Offenau nicht bekannt ist, weiß man doch, dass es zu den ältesten Siedlungen der Region gehört. Man geht von einer Gründung um das Jahr 600 aus. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort unter dem Namen Offenheim im Jahre 767 im Zusammenhang mit einer Schenkung an das südhessische Kloster Lorsch. Kirchlich gehörte Offenau lange Zeit zur Nachbarpfarrei Duttenberg. Erst 1438 bekam die Gemeinde einen eigenen Pfarrer. Die meisten Pfarrer kamen aus dem Dominikanerkloster in Wimpfen

Nach der Entdeckung des Salzlagers und der Gründung der Saline im Jahre 1754 unter Kurfürst Clemens August von Köln entwickelte sich das ländlich geprägte Dorf zu einer Arbeitersiedlung, die systematisch angelegt wurde. Man förderte wertvolle Sole zu Tage, die zu Heilzwecken benutzt wurde. So durfte sich der Ort zeitweise Bad Offenau nennen. Bei dem Bemühen, qualitativ bessere Sole zu gewinnen, wurden im 19. Jahrhundert Bohrversuche durchgeführt, die immerhin einen Teilerfolg erbrachten. 1929 wurde die Saline jedoch stillgelegt und 1960 der überwiegende Teil der inzwischen verfallenen Gebäude abgerissen.

1971 siedelte in Offenau die Südzucker AG an, die der größte Arbeitgeber der Gemeinde ist. So könnte man der jüngeren Geschichte von Offenau die Überschrift "vom Salz zum Zucker" verleihen. Aber auch zahlreiche andere Industrie-, Gewerbe- und Handwerkerbetriebe haben sich inzwischen in Offenau niedergelassen und damit die früheren landwirtschaftlichen weitgehend verdrängt. 

Sehenswertes

Pfarrkirche St. Albanus

Die katholische Pfarrkirche St. Albanus wurde 1751 im Stile des Spätbarock erbaut. Der ältere Turmchor weist unter anderem mit seinem Kreuzrippengewölbe hingegen noch gotische Stilelemente auf. Sehenswert sind vor allem das spätgotische Sakramentshäuschen sowie der barocke Hochaltar mit einem Gemälde des hl. Wendelin aus dem Jahre 1749. 

Graf-von-Westerholt-Kapelle

Im Garten des ehemaligen Salzschreiberhauses steht die so genannte Graf-von-Westerholt-Kapelle, ein kleines Häuschen mit Glockentürmchen auf dem Dach. Benannt ist sie nach ihrem Erbauer Graf von Westerholt, der das ehemalige Kurbad im "Hotel Linde" in Offenau aufsuchte, um von einem Kriegsleiden geheilt zu werden. Aufgrund eines Gelübdes ließ er die Kapelle errichten. Doch nur kurze Zeit später, im Jahre 1829, verstarb er. Erst vor wenigen Jahren wurde die Kapelle restauriert. Für Besichtigungen ist eine Anmeldung beim Freundeskreis "Passio Domini" möglich. 

Zuckerfabrik

Offenau ist Sitz einer Zuckerfabrik, der Südzucker AG, die gerne fachinteressierte Besucher empfängt und Führungen anbietet.  

Freizeitangebote

In Offenau gibt es ein umfangreiches Freizeitangebot. Für Sportbegeisterte stehen Sportanlagen, Tennisplätze in der Halle und im Freien, eine Reitanlage und eine Skater-Anlage zur Verfügung. Kleine Gäste finden gleich drei Spielplätze in dem Ort vor. Das Neckarufer und die umliegende Landschaft laden zu gemütlichen Spaziergängen und ausgiebigen Wanderungen ein.

Ein besonderer Anziehungspunkt ist das alljährlich am dritten Juli-Wochenende von Samstag bis Montag stattfindende "Kornlupfer-Fest", ein Traditionsfest, das dem Gast Dörflichkeit und landwirtschaftliche Herkunft vermittelt. 

Burgenstraße

 

 

.

Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

2 Haßmersheim – Heilbronn

2.01 Haßmersheim
2.02 Burg Guttenberg

2.03 Gundelsheim – Deutschordensstadt
2.04 Schloss Horneck

2.05 Bad Rappenau
2.06 Bad Rappenau – Kuranlagen
2.07 Heinsheim – Burgruine Ehrenberg – Schloss Heinsheim

2.08 Offenau

2.09 Bad Wimpfen
2.10 Wimpfen im Tal
2.11 Wimpfen am Berg
2.12 Ehemalige Kaiserpfalz

2.13 Bad Friedrichshall
2.14 Kochendorf – Greckenschloss
2.15 Wasserschloss Lehen
2.16 Hagenbach
2.17 Schloss Heuchlingen
2.18 Jagstfeld
2.19 Duttenberg – Burg Duttenberg
2.20 Untergriesheim

2.21 Oedheim

2.22 Möckmühl

2.23 Neckarsulm

2.24 Heilbronn
2.25 Kiliansplatz, Kilianskirche, Rathaus, Käthchenhaus
2.26 Weitere Sehenswürdigkeiten in Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

4 Colmberg – Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

7 Cheb – Prag

 

www.strasse-online.de

© 2000-2016 www.burgen.strasse-online.de | E-Mail | Impressum Alle Rechte vorbehalten. Änderungen vorbehalten. Ohne Gewähr.
Stand: Thursday, 31. March 2016 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/2-hassmersheim-heilbronn/2-08-offenau/index.html