2.07 Heinsheim am Neckar
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Der Ort

Heinsheim, ein Ort mit über 1000jähriger Geschichte, ist seit dem 1. März 1972 ein Stadtteil von Bad Rappenau und gehört damit zum Landkreis Heilbronn. Zugleich ist der Teilort der einzige, der direkt am Neckar liegt. Die Entfernung bis zum Hauptort beträgt ca. 5 km. Heinsheim zählt rund 1600 Einwohner. Etwas nördlich, hinter der Neckarschleuse, verbindet eine Brücke den Ort mit der schräg gegenüberliegenden Deutschordensstadt Gundelsheim.

Die früher selbständige Gemeinde Heinsheim ist ein geschichtlich und architektonisch interessanter Ort. Man kann hier noch die Reste der Burg Ehrenberg besichtigen, deren Bergfried aus dem 12. Jahrhundert in der Nähe der Bergkirche aus dem 10. Jahrhundert, der heutigen evangelischen Pfarrkirche, aufragt. Direkt unterhalb der Burgruine befindet sich das Schloss Heinsheim aus dem 17. und 18. Jahrhundert, das heute ein Schlosshotel ist. Das älteste Gebäude ist jedoch ein ehemaliger römischer Gutshof, der um das Jahr 300 von den Germanen zerstört wurde und dessen Reste in den 1970er Jahren ausgegraben wurden. Den Ort selbst zieren einige schöne Fachwerkhäuser entlang der Neckarstraße. An die jüdische Bevölkerung erinnert der schon im 16. Jahrhundert angelegte jüdische Friedhof.

Sehenswertes

Burgruine Ehrenberg / Schloss Heinsheim

Oberhalb von Heinsheim steht in der Nähe der Bergkirche die Burg Ehrenberg. Die weiträumige Anlage weist einen trapezförmigen Grundriss mit abgerundeten Ecken auf. Sie besteht aus der in das 13. Jahrhundert datierten Kernburg mit Schildmauer, dem Bergfried, der Vorburg mit den ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert und der Burgkapelle St. Alban aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Der älteste Teil der Burg ist die zwei Meter starke Mauer, die die Kernburg umgibt. Sie wurde vermutlich bereits im 12. Jahrhundert von den Grafen von Lauffen errichtet. Die Burg selbst erbauten die 1193 erstmals erwähnten Herren von Ehrenberg, die als Ministerialen im Dienst der Staufer standen und Mitte des 17. Jahrhunderts ausstarben. Die Hauptfunktion von Burg Ehrenberg war der Schutz der Kaiserpfalz Wimpfen. Der Bergfried wurde 1235 fertiggestellt.

Die südlich außerhalb der Burgmauer stehende Burgkapelle wurde im Jahre 1602 für die Katholiken errichtet und 1776 zu einem spätbarocken Gotteshaus umgebaut. Die Vorburg entstand ebenfalls im 17. Jahrhundert, wurde aber in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von der aus der Steiermark in Österreich eingewanderten Familie von Racknitz in rustikalem Barock als Gutshof neu errichtet. Ein Nachfahre, Carl Freiherr von Racknitz (* 1785, † 1868), war Landwirt, Weinbauer, Pferdezüchter und Architekt. Er schuf ab 1810 die großzügige Parkanlage, legte einen Weinberg an und ließ das Haupthaus durch den Anbau von zwei Flügeln erweitern. Diese schlossartige Anlage der Vorburg mit Rundttürmen, Erkern und Stufengiebel wird noch heute von der Familie von Racknitz bewohnt. Im linken Flügel unterhält sie unter dem Namen Schloss Heinsheim ein renommiertes Schlosshotel. In der Ruine der Kernburg befindet sich heute eine Aufzuchtstation für Greifvögel. 

Der Burgkomplex wird von dem fast 50 Meter hohen Bergfried, der ursprünglich noch 10 Meter höher gewesen sein soll, weit überragt. Er weist eine fast quadratische Grundfläche von gut 11 mal 11 Metern auf. Die Mauerstärke beträgt im unteren Bereich über 3,60 Meter. Ungewöhnlich ist die vorgeschobene Position des Bergfrieds außerhalb der Kernburg. Mit dieser war er einst durch eine Zugbrücke verbunden, die von der 2 Meter starken Ringmauer in den hoch gelegenen Eingang des Turms führte. Das untere Geschoss diente früher als Verlies.

Von der Kernburg ist noch ein etwa 15 Meter hoher Giebel des ehemaligen Palas erhalten. Von den übrigen Gebäuden stehen nur noch die Grundmauern. Zur Bergseite hin ist die Kernburg von einem halbkreisförmigen Halsgraben umgeben. Dieser Bereich ist wegen Einsturzgefahr gesperrt und kann daher nur bedingt von außen besichtigt werden.

Die beiden Flügel der noch gut erhaltenen Vorburg sind der Kernburg auf einer tieferen Felsterrasse in einem rechten Winkel vorgelagert. Von den Torhäusern der Vorburg, die früher als Eingang zur Kernburg dienten, wurde das untere Torhaus zur Hotelküche umgebaut und ein zweites als Bollwerk zugebaut.

Das Schlosshotel

Schloss Heinsheim unterhalb der Burgruine Ehrenberg liegt malerisch in einem von einer Mauer umgebenen Park. Den Haupteingang erreicht man über eine Freitreppe, die in das Hauptgebäude mit einem hohen, dreigeschossigen Walmdach führt. Im linken Flügelbau schließt sich das Schloss-Hotel an. Das Restaurant ist in einem erweiterten Nebengebäude eingerichtet. Neben dem Hotel befindet sich die innen ganz in Weiß gehaltene Schlosskapelle. 

Das Hotel Schloss Heinsheim eignet sich für alle, die einen erholsamen Urlaub genießen und dabei fürstlich wohnen wollen. Die verschiedenen Restaurant- und Gesellschaftsräume bieten ein besonderes Ambiente für Tagungen, Seminare und Feierlichkeiten wie Firmenfeier, Betriebsfeier, Geburtstagsfeier, Hochzeitsfeier oder jede andere Familienfeier, sowohl im kleineren als auch im größeren Rahmen für bis zu 200 Gäste. Zu den besonderen Angeboten für Feiern gehören mittelalterliche Tafeleien, Barockdinner, literarische Weinproben oder Jagdessen. Spielmänner sorgen auf Wunsch für musikalische Unterhaltung.

Das Schlosshotel verfügt über komfortable Hotelzimmer in ruhiger Lage, elegante Restauranträume und eine romantische Sommerterrasse, eine exzellente Küche, eine rustikale Gutsschenke sowie stilvoll eingerichtete Bankett- und Tagungsräume. Der große Schlosspark lädt zum Entspannen und Erholen ein. Die Schlosskapelle, in der 1621 Konrad Graf von Helmstadt Maria von Ehrenberg heiratete, wird auch heute häufig von Brautpaaren für romantische Trauungen in Anspruch genommen. Die kirchlichen Trauungen werden nach katholischem und evangelischem Ritus durchgeführt.

Bergkirche / evangelische Pfarrkirche

Lohnenswert ist ein Besuch der Bergkirche in unmittelbarer Nähe zu Schloss Heinsheim und Burg Ehrenberg. Die ehemalige Wehrkirche ist heute evangelische Pfarrkirche von Heinsheim. Die Anfänge des Gotteshauses reichen mindestens bis ins 10. Jahrhundert zurück. Für diese Zeit ist die Kirche als Taufkapelle und Begräbnisstätte der Ehrenberger bezeugt. Geweiht war sie St. Hilarius.

Der älteste Bauteil der Bergkirche ist der im Kern noch romanische Chorturm. Das Schiff stammt aus dem Jahre 1376. Es erfuhr jedoch eine Umgestaltung zu einem barocken Langhaussaal. Im kreuzgewölbten Chor wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Wandbilder aus der Zeit zwischen 1250 und 1500 freigelegt. Sie zeigen unter anderem die Evangelistensymbole. Beachtung verdienen auch ein gotischer Steinbaldachin und die Grabdenkmäler der Herren von Ehrenberg, insbesondere das Epitaph des Johann Heinrich von Ehrenberg († 1584) und seiner Gattin im Schiff. Von den anderen Grabdenkmälern hebt es sich durch seinen Figurenreichtum ab.
Der Schlüssel für Besichtigungen der Kirche ist im Pfarrhaus direkt nebenan erhältlich. 

Judenfriedhof

In Heinsheim liegt einer der größten und ältesten noch erhaltenen Judenfriedhöfe in Süddeutschland. Es ist ein so genannter Verbandsfriedhof, d. h. Tote aus 25 jüdischen Gemeinden von Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1937 fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Der Friedhof birgt insgesamt 1137 künstlerisch wie historisch wertvolle Grabsteine, die mit zahlreichen Symbolen versehen sind. 
Kostenlose Führungen finden jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat statt.

Bad Rappenau | Kuranlagen | Heinsheim | Burgruine Ehrenberg | Schloss Heinsheim

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

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2.05 Bad Rappenau
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2.07 Heinsheim – Burgruine Ehrenberg – Schloss Heinsheim

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2.10 Wimpfen im Tal
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