2.02 Burg Guttenberg bei Haßmersheim am Neckar
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Burg Guttenberg

Die mächtige Burg Guttenberg aus der Stauferzeit erhebt sich auf einer Bergnase zwischen Neckartal und Mühlbachtal über Neckarmühlbach, einem Ortsteil von Haßmersheim. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Zahlreiche Versuche im Laufe der Geschichte, die Burg einzunehmen, scheiterten. Sie wurde nie zerstört. Ununterbrochen war sie bis heute auch bewohnt. Dem Besucher bietet sich daher die seltene Gelegenheit, anhand der Burg Guttenberg die ganze Entwicklung des mittelalterlichen Burgbaus zu verfolgen. Der im 16. Jahrhundert errichtete Renaissance-Trakt wird seit 500 Jahren von der Familie Gemmingen-Guttenberg bewohnt und kann daher nicht von innen besichtigt werden. Besuchen kann man jedoch das Burgmuseum.

Zur Geschichte

Um die von Kaiser Barbarossa begründete Kaiserpfalz zu Wimpfen zu schützen wurde auf der linken Neckarseite ein Kranz von Burgen erbaut, darunter auch die Burg Guttenberg. Die hohe Schildmauer stammt aus dem 12. Jahrhundert. Anstelle des heutigen Wohngebäudes befand sich früher der Palas, in dem die Burgherren wohnten. Im 13. Jahrhundert kam der quadratische Bergfried hinzu, der mit der Schildmauer den ältesten erhaltenen Bauteil der Burg darstellt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Burg Guttenberg im Jahre 1232. Als Burgvogte wurden die Herren von Weinsberg von den Staufern eingesetzt. Einer von ihnen, Engelhard, wurde Kurfürst und Erzbischof von Mainz. Er stiftete 1393 eine Kapelle unterhalb der Burg, an der selben Stelle, wo noch heute die 1471 erbaute Burgkapelle steht. Etwas später wurde die Anlage um die Ringmauer mit den fünf Türmen erweitert. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Anlage erweitert.

1449 wurde die Burg an Hans von Gemmingen verkauft und ist seitdem im Besitz der Freiherren von Gemmingen. Hans wurde 1394 geboren und lebte im Dorf Gemmingen im Kraichgau. Er gehörte einem altehrwürdigen Geschlecht an, das schon unter den Stauferkaisern von sich Reden machte. Besonders reich war er zwar nicht, aber tüchtig und intelligent. Er war Hofrichter und Doktor an der Universität in Heidelberg. Mit der Heirat Katharinas aus dem Hause der Landschaden von Steinach kam er auch zu Reichtum, denn Katharina erhielt eine reiche Mitgift. Um sein Geld gut anlegen zu können, bot sich ihm eine großartige Gelegenheit. Der Bischof von Würzburg als Vormund der minderjährigen Söhne des verstorbenen Reichserbkämmerers Conrad von Weinsberg musste deren Besitz verkaufen. So erwarb Hans von Gemmingen die Herrschaft Guttenberg für 6000 rheinische Gulden. Er ließ auch die Kirche unterhalb der Burg erbauen und stattete sie mit reichen Kunstschätzen aus. Mit 96 Jahren erreichte er für die damalige Zeit ein fast unglaubliches Alter.

Im 16. Jahrhundert erfolgte durch die Freiherren von Gemmingen der Ausbau der Wohnbauten. Dabei entstand auch der so genannte Neue Bau, der 1545 fertiggestellt wurde und 1776 ein vorgestelltes Treppenhaus erhielt. Ebenfalls im 18. Jahrhundert wurde das Innere neu gestaltet. Der so genannte Alte Bau erhielt in dieser Zeit ein barockes Portal. Die Familie von Gemmingen lebt heute in der 17. Generation auf Burg Guttenberg.

Die Anlage

Der Hauptzugang zur Burg Guttenberg führt heute über den Vorplatz, in den die Fahrtstraße von Haßmersheim-Neckarmühlbach aus mündet. An dem Platz vor dem Haupttor befindet sich das Brunnenhaus, ein architektonisch reich behandeltes, zweigeschossiges Gebäude mit Staffelgiebeln. Die Bogenöffnungen sind heute zugemauert und mit Fenstern versehen. An der hinteren Schmalseite ist das rechteckige Gebäude mit einem Treppenturm versehen. Laut Datierung auf dem gemmingschen Doppelwappen über der Eingangstür war der zunächst als Lusthaus gedachte Bau im Jahre 1555 fertiggestellt.

Bevor der Besucher das Haupttor vom Vorplatz aus erreicht, lenkt er seine Schritte über eine sanft ansteigende Steinbrücke, die den heute leicht aufgefüllten Halsgraben überspannt. Auf die frühere Zugbrücken-Anlage deutet nichts mehr hin. Weiter geht es durch eine Pforte. Sie führt in den mit einem Rundbogenfries verzierten Zwinger, der die ganze Westseite der Burganlage umschließt und von fünf Rundtürmen geschützt wird. Die Toranlage selbst wird von zwei Rundtürmen flankiert, wobei der linke ursprünglich höher war, der rechte aber noch in voller Höhe erhalten ist. Über einem Rundbogenfries wird er von einem Schiefer-Zeltdach bekrönt. Das rundbogige Haupttor ist mit Quadern umrahmt und zeigt m Schlussstein das Wappen der Burgherren. Über den Torbogen führt der Wehrgang hinweg. Nach dem Durchschreiten des Haupttores gelangt man schließlich durch ein zweites, spitzbogiges Eingangstor, das Bestandteil des inneren Zwingers ist, in den inneren Burghof. 

Im Burghof richtet sich der Blick auf die dicht zusammengedrängten Wohngebäude, den Alten Bau rechts mit rechtwinklig in den Burghof vorspringender Ecke und den Neuen Bau links mit einem Treppenhaus in der Mitte. Der Alte Bau ist eine dreigeschossige Anlage, die noch vor 1500 entstanden ist. Seine größte Zierde ist das 1741 eingebaute, reiche Barockportal. Der gegenüberliegende Neue Bau erstreckt sich in einem flachen Knick in der Mitte entlang der ganzen Ostseite des Burghofes bis zum Bergfried. Seinen Namen erhielt er wahrscheinlich erst nach seiner barocken Umgestaltung im Innern im 18. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt auch das an der Knickstelle vorgebaute Treppenhaus mit reichem Barockportal. Der Neue Bau enthält zahlreiche schön ausgestattete Innenräume, die den Burgbesitzern als Wohnung dient.

Unmittelbar an den Neuen Bau schließt sich der Bergfried an, der die hohe Schildmauer und die ganze Burganlage überragt. Er gehört zu den besterhaltenen im ganzen Neckargebiet. Von der Schildmauer aus führt heute auch der Hauptzugang zum Bergfried. Ein zweiter Zugang führt vom Dachgeschoss des Neuen Baus aus in einen Fachwerk-Vorbau, der auf einem Mauervorsprung davor liegt. Eine Freitreppe steigt von hier aus zum Eingang in das untere Turmgeschoss. 

Im Westen der Burganlage liegt langgestreckt die Vorburg mit ihren Stall- und Remisengebäuden aus dem 16. Jahrhundert. An ihrem Südende ist die alte Umwehrung mit der Toranlage noch gut erhalten. Der Torbau aus dem 14. oder 15. Jahrhundert wird von einem kleineren und einem größeren Rundturm flankiert. Über der spitzbogigen Tordurchfahrt befindet sich ein Gusserker. 

Burgmuseum

Das Burgmuseum ist im Alten Bau untergebracht. Es dokumentiert die Geschichte der Burg Guttenberg mit Objekten der ritterlichen Wohn- und Lebenskultur. 

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss befand sich früher die alte Küche. Heute zeigt der Raum eine Ausstellung über das Mittelalter, den Burgenbau und das Rittertum. Im Hintergrund sieht man einen mit erhobenem Schwert aus dem Burgtor hinaus reitenden Ritter mit gemmingschem Helmzier und gemmingschem Wappen. In einem Zinnfigurendiorama kann man die Rekonstruktion der Burg betrachten, wie man sie sich um 1390 vorstellen muss. Dargestellt ist eine Belagerungsszene der Wehranlage. Ein anderes Diorama zeigt das Wormser Reichsturnier im Jahre 1487. In einer weiteren Ausstellung wird die Entwicklung der Schusswaffen beschrieben.

1. Obergeschoss

In einem Raum des ersten Stockwerkes begegnet man einer offenen Feuerstelle als kleine Küche und einer Ausstellung von vielen alten Küchengeräten. Das älteste Gerät ist der Mörserstein, ein großer Steinwürfel, der der Zerkleinerung der Gewürze diente. Der Speiseplan der damaligen Zeit war reichhaltig, aber meist sehr einfach. Zu Familienfeiern hingegen wurde äußerst üppig aufgetragen. Ein Menü von 25 Gängen war durchaus üblich.

Ebenfalls im ersten Obergeschoss befinden sich die Altäre der Burgkapelle. Sie wurden 1480 von der Familie von Gemmingen gestiftet. Kunsthistorisch sind sie der mittelrheinischen Schule zuzuordnen. Rund 500 Jahre standen sie auf ihrem Platz in der Kirche. Nach einem missglückten Versuch, den Marienaltar zu entwenden, kamen sie 1976 in sicheren Gewahrsam ins Burgmuseum. Der Marienaltar zeigt eine Schutzmantelmadonna. Unter dem goldenen Mantel knien links die geistlichen und rechts die weltlichen Stände. Auf den Tafeln erkennt man Darstellungen aus dem Leben der Maria: Geburt, Besuch der Elisabeth und Tod. Rechts unten ist die Heilige Elisabeth von Thüringen zu sehen, die einem vor ihr knienden Ritter Brot reicht. Trotz der Einführung der Reformation auf Guttenberg durch Dietrich von Gemmingen blieb der Marienaltar in der evangelischen Kirche erhalten. Der Christusaltar wird der Schule von Meister Backofen zugeschrieben. Er zeigt Christus am Kreuz. Die Seitenflügel stellen verschiedene Heiligenfiguren dar.

Dietrich von Gemmingen zeigte sich von den Ideen Luthers sehr beeindruckt. Sie gaben seinem Leben ein neues Ziel. Möglicherweise gehörte er auch zu den Zuhörern Luthers auf dem Augustinerkonvent 1518 in Heidelberg. Mit seinem Bruder Wolf gehörte er zu den ersten im Land, die die Reformation einführten. Schon 1521 ließ er in seiner Kirche evangelisch predigen. Viele Reformatoren, die anderswo vertrieben worden waren, fanden bei ihm Zuflucht. 1525 fand auf Burg Guttenberg ein Treffen von Vertretern Luthers und Zwinglis statt, die über die Auffassung des Abendmahls debattierten. In der Guttenberger Bibliothek befinden sich unter anderem ein Messbuch aus der Zeit um das Jahr 1480 und das Concordienbuch der evangelischen Stände aus der Reformationszeit.

Im hinteren Raum des ersten Stockwerkes ist eine Schau zur alten Gerichtsbarkeit zu sehen. Eine alte Streckbank, das Richtschwert, die Henkersaxt und Fußschellen geben einen Eindruck von früheren Strafen und Foltermethoden. Viele der damaligen Gerichts- und Prozessakten sind noch vorhanden.

2. Obergeschoss

Im rechten Raum des zweiten Obergeschosses wird die Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts lebendig, die vor allem von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt war. Der Raum wird beherrscht von lautem Schlachtgeschrei, dumpfem Kanonendonner und zwei großen Zinnfigurendioramen, die nach Merianischen Kupferstichen Schlachten des Dreißigjährigen Krieges darstellen. Ein Diorama zeigt die Schlacht bei Wimpfen im Mai 1622. Schon bald nach Beginn des Krieges 1618 in Böhmen verlagerte sich der Kriegsschauplatz ins Neckartal. Am 6. Mai kam es dann zum entscheidenden Kampf bei Wimpfen, an dem 36 000 Mann beteiligt waren. Aufgrund eines Missgeschicks konnte General Tilly den Sieg für sich erlangen. Nachdem der große Pulverwagen der markgräflichen Truppen explodiert war, konnte deren Artillerie nicht mehr eingesetzt werden. Am Ende der Schlacht waren 5000 Tote zu beklagen. Im Schaubild des Museums sind 3600 handbemalte Zinnfiguren zu sehen, also 10 % der damals tatsächlich beteiligten Soldaten. Die Burg Guttenberg selbst blieb wie durch ein Wunder vor Besetzung und Zerstörung durch die kaiserlichen Truppen verschont. 

Im mittleren Raum zur linken Seite befindet sich das Ridingerkabinett. Wie in vielen Schlössern gibt es auch auf Burg Guttenberg Kupferstiche und Ölbilder von Johann Elias Ridinger (1698-1767). Auf ihnen sind verschiedene Jagdszenen dargestellt. Unter den Ridinger-Vitrinen sind Rotwild- und Schwarzwildfiguren ausgestellt, die jeweils aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt sind. Sie dienten als Spielzeug und dem Nachstellen von Jagden am "grünen Tisch". Ein passionierter Jäger und Forstmeister ging auch aus dem Geschlecht der Gemmingens hervor. Karl von Gemmingen, geboren 1779, leitete die Forstämter in Ulm und in Urach. Mit primitiven Waffen, wie Vorderladern, Steinschlossgewehren und Zündhütchengewehren soll er an die hundert Hirsche erlegt haben.

Auf dem gleichen Stockwerk befindet sich eine Besonderheit, die man nur ganz selten zu sehen bekommt, eine Xylothek oder eine Holzbibliothek. Die Sammlung von 93 Bänden, die wie Bücher aussehen, besteht aus kleinen hölzernen Kästchen, die jeweils einen bestimmten Baum oder eine Strauchart beschreiben. Jedes dieser Kästchen ist aus dem Holz der beschriebenen Holzart gefertigt. Der Buchrücken ist aus Rinde, auf der man Pilze und Flechten sieht, die auf der speziellen Holzart vorkommen. In den Kästchen befinden sich die dazu gehörigen Zweige, Blätter, Blüten und Früchte. Die Holzbibliothek wurde vor etwa 200 Jahren hergestellt. In den Schaukästen darunter sind eine Reihe alter Dinge aufbewahrt: Pulverhörner, Jagdtaschen, Einhornstoßzähne, Zollstäbe und Messinstrumente, altes Spielzeug und Puppen.

Eine weitere Ausstellung vergegenwärtigt die Lebensart der Barockzeit. In den Wandschränken kann man kunstvoll gefertigtes Porzellan aus der Zeit der Manufakturen bewundern. Es handelt sich hierbei um alte Familienstücke. Der Erker dieses Raumes ist dem Schriftsteller Wilhelm Hauff (1802-1827) gewidmet, der im Sommer 1825 als Hauslehrer des württembergischen Kriegsministers Ernst von Hügel auf Burg Guttenberg weilte. Hier verfasste er einige Kapitel des "Lichtenstein". Bekannt ist er vor allem durch seine Märchenliteratur.

Dachgeschoss

Im Dachgeschoss zeigt die Spinnstube das Leben und Treiben der Mägde mit den Spinnrädern, der Wäschemangel und den alten Bügelöfen.

Der Turm

Den Bergfried erreicht man über den Wehrgang, der an der Spinnstube vorbei führt. Mit 40 m Höhe überragt er die ganze Anlage. Auf der oberen Plattform hat man einen wundervollen Ausblick hinunter ins Neckartal, ins Mühlbachtal und hinüber zu den umliegenden Burgen. Die Funktion des Bergfrieds wird im oberen Turmzimmer erläutert. Er diente nicht nur im Kampf als letzte Zuflucht, sondern auch als Wacht- und Signalturm für die Verständigung mit den Nachbarburgen. Aus diesem Grund war er rund um die Uhr von Posten besetzt. Ihnen ist das Türmerlied aus Goethes "Faust II" gewidmet:
Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt, dem Turme verschworen gefällt mir die Welt. Ich blick' in die Ferne, ich seh' in die Näh, den Mond und die Sterne, den Wald und das Reh. So seh' ich in allem die ewige Zier, und wie mir's gefallen, gefall' ich auch mir. Ihr glücklichen Augen, was je ihr geseh'n, es sei, wie es wolle: Es war doch so schön!

Öffnungszeiten des Burgmuseums: 1. April bis 31. Oktober täglich 10 bis 18 Uhr, März und November auf Anfrage, Dezember bis Februar Winterpause.
Führungen werden auf Anfrage von der Besitzerfamilie persönlich in drei Sprachen angeboten, in Deutsch, Englisch und Französisch. 

Deutsche Greifenwarte

Eine besondere Attraktion auf Burg Guttenberg ist die Greifenwarte in den Zwingeranlagen. Sie ist zugleich Europas größte Seeadlerzuchtstation. Betreut wird sie von dem Ornithologen Claus Fentzloff. Adler in Stoßflügen heran brausen zu sehen, oder das schwerelose Kreisen von Großgeiern zu beobachten, ist für jeden Besucher ein eindrucksvolles Erlebnis. Hauptaufgabe der Greifenwarte ist die Aufzucht verschiedener Seeadlerarten für internationale Artenschutzprojekte. Bei Vorführungen kann man hautnah erleben, wie die Jungvögel für die Wiederansiedlung in ehemaligen Brutgebieten und für das Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden. Mit interessanten Schilderungen wird der Zuschauer in diese faszinierende Arbeit des Ornithologen eingeführt. 

Bei einem Rundgang besteht die Möglichkeit, etwa 100 Greifvögel und Eulen aus nächster Nähe zu betrachten. Auf großen Schautafeln werden mit Hilfe von Präparaten, Fotos, Computerzeichnungen und Grafiken die Schwierigkeiten und Erfolge der Zucht dargestellt. Darüber hinaus wird aber auch auf die Gefahren für die großen Vögel durch die Zerstörung ihrer Lebensräume und die direkte Verfolgung durch den Menschen aufmerksam gemacht. 

Eine Ausstellung bietet Auskunft über die Stellung des Adlers in der Kulturgeschichte der Menschheit. Bilder aus den alten Kulturen der Babylonier, der Griechen und Römer, der Wikinger und der Indianer zeigen die Bedeutung, die dem Adler in Mythen und Religionen zukam. "Die Entstehung der Vögel" ist eine Sonderschau zur Vogelentwicklung vom Kleinsaurier über den Urvogel, die Zahnvögel bis zu den heute lebenden Vögeln.

Öffnungszeiten der Greifenwarte: 1. April bis 31. Oktober täglich 9 bis 18 Uhr, März und November 12 bis 17 Uhr, Dezember bis Februar Winterpause
Flugvorführungen: 1. April bis 31. Oktober täglich um 11 und 15 Uhr, März und November nur um 15 Uhr, Dezember bis Februar keine Flugvorführungen

Burgschenke

Für das leibliche Wohl ist auf Burg Guttenberg bestens gesorgt. Die Burgschenke im Schatten des Bergfrieds lädt zum Speisen in gemütlicher, rustikaler Atmosphäre ein. Die Spezialitäten aus Baden-Württemberg werden täglich von Ritter und Burgfräulein in historischer Gewandung serviert. Die Burgschenke bietet rund 90 Personen Platz und gewährt einen zauberhaften Blick ins Neckartal. 

Nach Voranmeldung können Gruppen mittelalterliche Gelage, Räuber- und Rittermahle mit bis zu 130 Gästen am offenen Kaminfeuer in der Ritterrast nacherleben. Zum besonderen Angebot gehört das Weihnachtsrittermahl mit knuspriger Weihnachtsgans bei lustiger Unterhaltung durch Gaukler. 

Hochzeiten auf Burg Guttenberg im Stile des Mittelalters können zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. In der gotischen Burgkapelle unterhalb der Burg werden auf Wunsch evangelische, katholische und ökumenische Trauungen durchgeführt. Die Burgkapelle verfügt über ca. 120 Sitzplätze. Vor der Kapelle sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Se ist durch einen romantischen Waldweg mit der Burg Guttenberg verbunden. Für die Hochzeitsfeier bietet das Brunnenhaus rund 40 Personen Platz. Das Brunnenhaus eignet sich auch für andere Veranstaltungen wie Betriebsfeier, Abteilungsfeier, Geburtstagsfeier oder jede andere Familienfeier. 

Burg Guttenberg ist bequem mit dem Auto von Haßmersheim-Neckarmühlbach aus über die Kreisstraße 3948 zu erreichen.

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

2 Haßmersheim – Heilbronn

2.01 Haßmersheim
2.02 Burg Guttenberg

2.03 Gundelsheim – Deutschordensstadt
2.04 Schloss Horneck

2.05 Bad Rappenau
2.06 Bad Rappenau – Kuranlagen
2.07 Heinsheim – Burgruine Ehrenberg – Schloss Heinsheim

2.08 Offenau

2.09 Bad Wimpfen
2.10 Wimpfen im Tal
2.11 Wimpfen am Berg
2.12 Ehemalige Kaiserpfalz

2.13 Bad Friedrichshall
2.14 Kochendorf – Greckenschloss
2.15 Wasserschloss Lehen
2.16 Hagenbach
2.17 Schloss Heuchlingen
2.18 Jagstfeld
2.19 Duttenberg – Burg Duttenberg
2.20 Untergriesheim

2.21 Oedheim

2.22 Möckmühl

2.23 Neckarsulm

2.24 Heilbronn
2.25 Kiliansplatz, Kilianskirche, Rathaus, Käthchenhaus
2.26 Weitere Sehenswürdigkeiten in Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

4 Colmberg – Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

7 Cheb – Prag

 

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Stand: Thursday, 31. March 2016 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/2-hassmersheim-heilbronn/2-02-burg-guttenberg/index.html