2.01 Haßmersheim am Neckar
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Der Ort

Die Gemeinde Haßmersheim mit ihren Ortsteilen Hochhausen und Neckarmühlbach ist eine moderne Industrie- und Dienstleistungsgemeinde. Sie zählt insgesamt etwas mehr als 4500 Einwohner. Verwaltungsmäßig gehört sie zum Neckar-Odenwald-Kreis mit Sitz in Mosbach. Haßmersheim liegt am linken Neckarufer an der Kraichgaugrenze. Die Bundesstraße 27 und die Bahnstation auf der gegenüberliegenden Neckarseite sind nur mit der Fähre zu erreichen, die es mindestens schon seit 1330 gibt. 

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Haßmersheim sind die weithin bekannte Burg Guttenberg, die zum Ortsteil Neckarmühlbach gehört, und Schloss Hochhausen in dem gleichnamigen Ortsteil. Das Schiffermuseum im Hauptort erinnert daran, dass Haßmersheim traditionell eine Schiffergemeinde war und auch heute noch ist. 

Zur Geschichte

Die Gemarkung Haßmersheim wurde, wie Funde von Gräbern aus der Bronzezeit belegen, bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Auch die Römer bewohnten dieses Gebiet. Südlich von Neckarmühlbach fand man bei Ausgrabungen römische Gebäudereste. Auch aus der nachrömischen Zeit wurden Zeugnisse, und zwar in Form von Steinplattengräbern entdeckt. Dabei handelte es sich entweder um alemannische oder fränkische Gräber. 

Erstmals erwähnt wurde Haßmersheim im Jahre 774 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch. Der heutige Ortsteil Hochhausen wurde 14 Jahre später dem Kloster Lorsch geschenkt. Neckarmühlbach trat erst 856 im Zusammenhang mit seiner Schenkung an das Bistum Worms geschichtlich in Erscheinung. 

Geschichtsträchtiger als die Gemeinde selbst sind Schloss Hochhausen und Burg Guttenberg. Die frühere Burg Hochhausen fand erstmals im Jahre 1228 Erwähnung. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurden die Herren von Hornberg die Besitzer von Hochhausen, die es auch bis Mitte des 18. Jahrhunderts blieben, bevor sie 1743 durch die Familie von Helmstatt abgelöst wurden. Die Herren von Hornberg waren es auch, die im 16. Jahrhundert in Hochhausen die Reformation einführten. Burg Guttenberg wurde 1232 erstmals genannt. Ihre Anfänge reichen aber wohl wesentlich weiter zurück. Als Wormser Lehen waren Burg und Ort ab 1325 im Besitz des Werner von Berwangen. Einer seiner Nachfolger war Conrad von Weinsberg. 1449 wurde die Familie von Gemmingen Eigentümer von Burg Guttenberg und blieb es ununterbrochen bis heute. 

In Haßmersheim selbst waren es keine Burgherren, die die Geschicke des Ortes bestimmten. Vielmehr prägte die Schifffahrt das Leben der Menschen und die Entwicklung des Ortes. Schon seit früher Zeit war sie die Haupterwerbsquelle. Als größter Binnenschifferstandort Südwestdeutschlands hatte Haßmersheim auch eine beachtliche Einwohnerzahl. Im Jahre 1809 gründeten die Schiffer eine eigene Zunft. Ein Urgroßonkel des späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss, Friedrich Heuss, nahm den Schiffsverkehr zwischen Heilbronn und den Niederlanden auf. Noch heute spielt die Schifffahrt in Haßmersheim eine nicht unbedeutende Rolle. Der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg führte auch in Haßmersheim zur Ansiedlung zahlreicher Industrie-, Handels- und Handwerksbetriebe.

Sehenswertes

Burg Guttenberg

Pfarrkirche St. Dionysius in Haßmersheim

Die katholische Pfarrkirche St. Dionysius wurde 1881 anstelle einer Vorgängerkirche aus dem 15. Jahrhundert aus Neckarsandstein errichtet. An das Langhaus schließt sich ein weiter, polygonaler Chor an. Im nördlichen Bereich befindet sich die Taufkapelle mit Taufbecken und Kanzel aus der Erbauungszeit des Gotteshauses. Die Kreuzgewölbe werden von vor der Wand stehenden Säulen getragen. Von der ehemaligen historistischen Ausmalung ist nur noch das Christusbild des Tympanons erhalten. 

Schiffermuseum in Haßmersheim

Die ehemalige evangelische Schule gegenüber der evangelischen Kirche beherbergt heute das Schiffermuseum. Ausgestellt sind vor allem Schiffsmodelle, alte Dokumente und Bilder aus der Zeit der Ketten-, Dampf- und Schleppschifffahrt und der Räderboote.

Notburga-Kirche im Ortsteil Hochhausen

Die evangelische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Hochhausen ist zwar klein, aber durch die mit ihr verbundene Notburga-Sage dennoch berühmt. Sie ist daher auch eher unter dem Namen Notburga-Kirche bekannt. Die Sage berichtet von der fränkischen Königstochter Notburga, die sich um ihres Glaubens willen den Anordnungen ihres Vaters, des Merowingerkönigs Dagobert, entzog, und sich in einer Höhle am Neckar verbarg, um nicht einen heidnischen Fürsten heiraten zu müssen. 

Bereits im 13. Jahrhundert gab es eine Kirche in Hochhausen, die als Filiale der Mutterkirche in Haßmersheim zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwähnt wurde. Von diesem Bau stammt noch der quadratische Turm vor der Westfront. Langhaus und Chor entstanden erst im späten 14. Jahrhundert. Rund 100 Jahre später erfolgte eine Süderweiterung des Chores, die als Grablege des Ritters Hans Neidhard Horneck von Hornberg dienen sollte. 1708 und 1823 wurden Umbaumaßnahmen vorgenommen. Der Turm erhielt seinen heutigen Spitzhelm im Jahre 1882. 

Beachtung wird der evangelischen Kirche nicht nur wegen der Notburgasage zuteil. Auch aus kunsthistorischer Sicht ist sie sehenswert. Die Wandmalereien aus dem späten 14. Jahrhundert mit Darstellungen aus dem Leben der Heiligen, der Evangelistensymbole und der Anbetung der Heiligen Drei Könige wurden 1925 freigelegt und 1964 restauriert. Die Glasmalereien aus derselben Zeit zeigen in Chor und Nebenchor ein Vesperbild und den Gekreuzigten mit Maria und Johannes, jeweils von der anbetenden Stifterfamilie begleitet. 

Die gotische Ausstattung ist ebenfalls noch erhalten. Im Hochaltarbild erkennt man eine Beweinung des Leichnams Christi, flankiert von den Heiligen Katharina und Sebastian. Als Predella erscheint der Gekreuzigte mit der beiderseitig knienden Stifterfamilie. Beachtenswert sind auch die Kreuzigungsgruppe am Chorbogen, das Grabdenkmal der Notburga von Hochhausen mit vollplastischem Relief, das die Heilige mit der Heilkräuter im Maul haltenden Schlange zeigt, sowie die Grabmäler der Herren von Hornberg aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. 

Schloss Hochhausen im Ortsteil Hochhausen

Im Haßmersheimer Ortsteil Hochhausen steht das Schloss Hochhausen, ein Barockschloss und gut erhaltener Herrensitz. Es entstand in seiner heutigen Form 1770 unter dem Freiherrn Damian Hugo von Helmstatt. Von der vorigen Burg sind noch einige Reste erhalten, z. B. der Erker. Burg Hochhausen wurde im 13. Jahrhundert von dem Bischof in Speyer den Herren von Hornberg zu Lehen gegeben. 1751 ging sie in den Besitz der Freiherren Damian Hugo und Johann Ferdinand Josef von Helmstatt über. Seit 1953 dient ein Teil des Schlosses als Gästehaus. Besichtigungen sind nur von außen oder als Hausgast möglich. 

Evangelische Pfarrkirche in Neckarmühlbach

Die evangelische Pfarrkirche von Neckarmühlbach liegt auf halber Höhe des Berges, auf dem Burg Guttenberg steht. Sie wurde im Jahre 1471 als Burgkapelle St. Nikolaus über einem bereits 1296 erwähnten Vorgängerbau errichtet und 1501 nach Westen hin erweitert. Es handelt sich somit um eine Gründung des Hans von Gemmingen, der 1449 Burg Guttenberg samt dem Ort Neckarmühlbach von Conrad von Weinsberg käuflich erworben hatte, während die Erweiterung unter dessen Sohn und Nachfolger Pleikhard von Gemmingen erfolgt ist. Um 1900 erfolgte eine Neugestaltung des Äußeren und Inneren der Kirche.

Den Chorbogen, der den gewölbten Chor vom flachgedeckten Schiff trennt, flankieren zwei Seitenaltäre. Den Hauptschmuck bilden die beiden spätgotischen Tabernakel. Der linksseitige trägt das gemmingsche und das nippenburgische Wappen von 1518 bzw. 1526. Die Flügelbilder zeigen Szenen aus dem Leben Mariens und der hl. Elisabeth von Thüringen. Die Flügelbilder des rechtsseitigen Altars zeigen Darstellungen zweier heiliger Bischöfe. Beide Altäre enthalten Bildschreine mit Reliquien.

Die Altarbaldachine und der Chor sind mit naturalistischen Pflanzen-Gewinden und figürlicher Malerei versehen. In der Nische über dem Chorbogen ist ein Bild des Weltenrichters zwischen Maria und Johannes zu sehen. Die Sakramentsnische und der Taufstein stammen aus dem frühen 16. Jahrhundert. Darüber hinaus zieren Tonfiguren Christi und der zwölf Apostel den Chor.

Beachtung verdienen auch die teilweise prunkvollen Grabmäler in und außerhalb der Kirche. Im Chor befinden sich die Grabdenkmäler von Philipp von Gemmingen († 1785) und seiner Gattin Elisabeth Margaretha mit Marmorplatte und vergoldeter Inschrift in einem reich verzierten Sandsteinrahmen, von Maria Elisabeth von Hardenberg, geborene von Gemmingen-Guttenberg († 1763) mit schwarzer Marmorplatte und Rokokoumrahmung und von Augusta Benedicta von Gemmingen-Guttenberg († 1759), ebenfalls mit schwarzer Marmorplatte und Rokokoumrahmung.

In der Südwand des Schiffes ist das Kenotaph von Friedrich Christoph von Gemmingen zu Guttenberg († 1702) mit reizvoller figürlicher Gestaltung angebracht. An der nördlichen Außenseite der Kirche ist das große Reliefgrabmal der Eheleute Dietrich von Gemmingen († 1526) und Ursula von Nippenburg († 1533) zu bewundern. Oberhalb der doppelten Inschrift sind die Eheleute mit den verstorbenen Kindern kniend und zum Auferstandenen emporblickend dargestellt. Schließlich befindet sich an der Innenseite der Friedhofsmauer ein großes Epitaph von Friderica Dorothea von Gemmingen († 1800).

Indianer- und Westernmuseum in Neckarmühlbach

Unterhalb der Burg Guttenberg befindet sich ein privates Indianer- und Westernmuseum. Die ständige Ausstellung versucht, in ihren Schwerpunktthemen die gegensätzlichen Welten der amerikanischen Ureinwohner und der weißen Siedler, Cowboys und Soldaten zu zeigen. Zur Sammlung gehören unter anderem nordamerikanische Uniformen, Waffen, Sättel, Cowboyausrüstung und Verkehrsmittel. Darüber hinaus gibt es auch Sonderausstellungen.

Zum Museum gehören auch ein Western-Saloon, ein Biergarten, ein Spielplatz und ein Laden, in dem Westernartikel, Indianerschmuck, Souvenirs und Fachbücher zum Verkauf angeboten werden.

Öffnungszeiten des Museums: Ostern bis 31. Oktober dienstags bis freitags 12 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags 11 bis 18 Uhr, 1. November bis Ostern nur samstags, sonntags und feiertags 12 bis 17 Uhr
Öffnungszeiten des Westernsaloons: Ostern bis 31. Oktober dienstags bis sonntags 11 bis 24 Uhr, 1. November bis Ostern mittwochs bis sonntags 17 bis 24 Uhr

Freizeitangebote

Der Besucher findet in Haßmersheim ein reichhaltiges Freizeitangebot. Ein Hallenbad im Hauptort, ein kleines Freibad im Ortsteil Hochhausen, Sporthallen in allen drei Ortsteilen, Sportplätze, Tennisplätze und ein Trimm-dich-Pfad bieten dem Sportbegeisterten vielfältige Möglichkeiten der körperlichen Betätigung. 

Die wichtigsten Veranstaltungen im Jahreskalender sind die Kirchweihfeste in Haßmersheim am vierten Wochenende im August, in Neckarmühlbach am dritten Wochenende im Oktober und in Hochhausen am vierten Wochenende im Oktober.

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

2 Haßmersheim – Heilbronn

2.01 Haßmersheim
2.02 Burg Guttenberg

2.03 Gundelsheim – Deutschordensstadt
2.04 Schloss Horneck

2.05 Bad Rappenau
2.06 Bad Rappenau – Kuranlagen
2.07 Heinsheim – Burgruine Ehrenberg – Schloss Heinsheim

2.08 Offenau

2.09 Bad Wimpfen
2.10 Wimpfen im Tal
2.11 Wimpfen am Berg
2.12 Ehemalige Kaiserpfalz

2.13 Bad Friedrichshall
2.14 Kochendorf – Greckenschloss
2.15 Wasserschloss Lehen
2.16 Hagenbach
2.17 Schloss Heuchlingen
2.18 Jagstfeld
2.19 Duttenberg – Burg Duttenberg
2.20 Untergriesheim

2.21 Oedheim

2.22 Möckmühl

2.23 Neckarsulm

2.24 Heilbronn
2.25 Kiliansplatz, Kilianskirche, Rathaus, Käthchenhaus
2.26 Weitere Sehenswürdigkeiten in Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

4 Colmberg – Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

7 Cheb – Prag

 

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Stand: Thursday, 31. March 2016 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/2-hassmersheim-heilbronn/2-01-hassmersheim/index.html